Pianist Joachim Kühn

JK Hn-kl in Pianist Joachim Kühn

Joachim Kühn beim Jazzfest 2010 im Haus der Berliner Festspiele

Joachim Kühn habe ich zum ersten mal bewusst auf dem Berliner Jazzfest mit seinem Gnawa Jazz Voodoo Ensemble und der HR Big Band gehört. Ich kaufe mir nur noch sehr selten CDs. Es gibt einfach immer und überall Musik und außerdem habe ich so viele CDs zu Hause, die ich noch nicht richtig angehört habe. Aber diese Musik von und mit Joachim Kühn und seinen außergewöhnlichen Musikern wollte ich unbedingt nochmal anhören. Zu seinem Ensemble gehörten 5 Perkussionisten, die z.T. aus Nordafrika kamen. Unter Ihnen der Schlagzeuger Ramon Lopez mit seinem speziellen, interessanten und ausdrucksstarken Spiel. Joachim Kühn hat einen unnachahmlichen Sound auf dem Klavier und eine völlig eigene Art zu improvisieren. Dies, zusammen mit den aus Nord und Westafrika stammenden Rhythmen, ließ mich die Live-CD von dem Konzert auf dem Jazzfest kaufen. Für diese intensive Musik hat Joachim Kühn mehrere Monate in der Wüste verbracht und ich denke genau das ist es, was ich darin höre. Endlose Weite und absolute Stille.
Hier ein Video mit einem Teil des Ensembles und ohne Big Band.

…das hier bis vor kurzem eingestellte Video kann ich leider wegen der Urheberrechte nicht mehr zeigen. Bleibt also nur, sich eine CD zu kaufen…

Das ganze Gegenteil höre ich in seiner CD “Lifeline”, die er mit seinem Bruder und Klarinettisten Rolf Kühn aufgenommen hat. Als Bassist und Drummer haben sie sich keine geringeren Persönlichkeiten und Musiker als den Bassisten John Pattitucci und den Drummer Brian Blade geholt. Bis auf eine Komposition von Ornette Coleman wurden die Kompositionen von den Kühn Brüdern gespielt. Wie oben schon zum Ausdruck kam, mag ich das Klavierspiel von Joachim Kühn und auch das Klarinettenspiel seines Bruders Rolf. Pattitucci ist einer meiner Lieblingsbassisten und von Brian Blade habe ich selbst mal etwas transkribiert, weil ich ihn so toll am Schlagzeug finde…. Aber diese vier zusammen können mich nicht überzeugen. Jeder einzelne von ihnen kann improvisieren, aber lieber nicht miteinander. Musikalisch kommen sie, meiner Meinung nach, nicht zusammen. Das ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass es mal zwischen Musikern nicht so passt. Ich habe auch schon erlebt, dass es aus persönlichen Animositäten nicht passend gemacht wurde, aber das ist hier nicht der Fall. Vielleicht lag es an den Kompositionen, vielleicht am Rhythmus oder den Ideen, dass die Musiker nicht so gut zusammen spielen, wie z.B. bei dem Gnawa Jazz Voodoo Ensemble. Eventuell hört ihr diese Musik ganz anders. Hier ein Ausschnitt:

Beim Interview gibt es einiges zu hören.

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