d-drums Schlagzeugschule

1.) Rudiments sind Singles und Doubles

Der Wichtigste Handsatz für die Perkussionsinstrumente und somit auch für das Modern Drum Set, ist und bleibt der Singelstroke. Einen gleichmässigen, flexiblen, kraftvollen und kontrollierten abwechselnden Einzelschlag zu spielen, ist eine Lebensaufgabe.

Bei meinem Workshop mit Dave Weckel war ein Schlagzeug aufgebaut und daneben stand ein Pad. Er kam und setzte sich an das Pad und übte Einzelschläge. Erst mit der rechten Hand, dann mit der Linken und dann abwechselnd als Single Stroke. Danach setzte er sich an sein Drum und spielte „die Hölle in den Saal“ 🙂 ….Er erklärte uns dann, dass er seine tägliche Spielroutine immer mit den Singlestrokes beginnt.

Ja, genau, diese einzelnen Schläge öffnen eine ganze Welt der Rhythmen. Aus dem Single Stroke entwickeln wir alle anderen Schläge, er ist immer die Grundlage und sollte nicht vernachlässigt werden. Immer wieder kann neues entdeckt werden in einem einzigen Schlag und das nacheinander Spielen von einzelnen „Strokes“ mit der rechten und linken Hand.

Eine zweite und wichtige Rolle spielt, im wahrsten Sinne des Wortes, der Double Stroke. Er erfordert eine besondere Technik und ist damit genauso wichtig wie der Single Stroke. Die richtige Technik ist wichtig um das Tempo spielen zu können. Ist das geschafft entscheidet die Technik aber auch den Sound der Double Strokes.

Natürlich gibt es dann noch die drei- vierfach und die multiple Schläge mit einer Hand. Dazu die Rudiments mit verschiedenen Vorschlägen….Doch das Wichtigste ist das Beherrschen der Single und Double-Strokes um die anderen Rudiments in Time und mit Sound spielen zu können.

2.) Jazz ist 2 über 3

Es gibt nur 2 Rhythmusfamilien ! Diese sind die binären und die ternären Rhythmen. Jeder Rhythmus kann im Detail diesen beiden Familien zugeordet werden. Z.B. ein 5 Achtel Takt besteht aus 2 Achtel (binär) und 3 Achtel (ternär). Interessant sind Rhythmen die von Haus beide Familien vereinen. Z.B. ein 12/8tel Rhythm und Blues Takt besteht aus ternären 12 Achteln aber gleichzeitig aus 4 punktierten Vierteln.

Ganz spannend allerdings wird es wenn die puren Rhythmus-Familien gleichzeigt übereinander gespielt und gehört werden. Das ist z.B. in der traditionellen afrikanischen Musik der Fall. Ein Instrument spielt im binären Rhythmus während sich gleichzeitig ein anderes im ternären Rhythmus befindet. Das erzeugt eine enorme und spannende Dissonanz und aktiviert wissenschaftlich nachgewiesen gewisse Gehirnstrukturen.

3.) Groove ist Downbeat und Upbeat

So wie unser Atem vom ersten Atemzug bis zum Letzten eine sich ständig wiederholende Ein und Ausatmung ist, so hat ein Groove eine sich ständige Abwechslende Struktur von leichter und schwerer Betonung. Nehmen wir an es werden nur Vier Viertel gespielt, so sind die 1 und 3 schwer und die 2 und 4 leicht, also in dem Fall 1+3 Downbeat, 2+4 Upbeat. Spielen wir 8 Achtel, 1+2+3+4+, sind die Schläge der Zahlen die Downbeats und alle + der Upbeat. Bei den Sechzehntel sind somit alle zahlen und das + die Downbeats (die 1,2,3,4 wiegen dabei noch etwas schwerer als die +) und alle a und e sind Upbeats.

Wird auf den Upbeats betont, ergeben sich synkopierte Schläge. Diese energetisieren den Spieler, die Musik und den Zuhörer.

4.) Improvisation ist Melodie

Wie alle anderen Instrumente Improvisieren auch wir Schlagzeuger melodisch. Während der Schlagzeuger oder die Schlagzeugerin, mit den oben genannten Bereichen Improvisiert, sollte der Spieler oder die Spielerin, immer ein Ziel verfolgen und das ist eine Melodie. Je nach Musikstil ist das wichtiger, bzw. deutlicher zu hören. Im Jazz, und das ist der Stil mit dem das Schlagzeug, das Modern-Drum-Set, begann, entwickelte sich das Schlagzeug von einem Begleitinstrument zu einem gleichwertigen Soloinstrument. Und diese beachten immer die Melodie, denn das ist was Musik anführt. Werden einfach nur gelernte Licks und Tricks gespielt, ist das nicht ganz so schön und entbehrt eine Menge musikalisches Potenzial der Improvisation.

Auch wenn Schlagzeuger gerade „nur“ begleiten, Sänger, Sängerinnen oder andere Instrumente, ist es die Aufgabe des Schlagzeugers die Melodie zu unterstützen. Aus dieser Arbeit heraus, ist es nur natürlich, dass in der Improvisation dieses fortgeführt wird und nach Ende der Improvisation zurück an die tonale Melodie geführt wird. Dadurch wird die Musik bestmöglich durch den Schlagzeuger unterstützt.

Die 4 Arbeitsfelder im Schlagzeugspiel und was sie ausmacht!
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