Das Schlagzeuginstrument

Viele meiner Schüler hatten schon ein Schlagzeug, bevor sie zu mir in den Unterricht gekommen sind. Es gibt akkustische und elektronische Schlagzeuge. Wobei in den letzten 20 Jahren sowohl das akkustische wie das elektonische Schlagzeug große Fortschritte in Verarbeitung und Sound gemacht haben. Einige meiner Schüler haben sich von mir beraten lassen, mit einigen habe ich mich direkt im Musikladen getroffen, um ein Schlagzeug auszusuchen. Viele haben sich für ein elektronisches Schlagzeug entschieden.

Was ist nun das richtige für wen? Worauf muß geachtet werden? Das Schlagzeug ist ein großes und umfangreiches Instrument. Nicht nur als Schlagzeug-Anfänger ist es schwer, sich zurechtzufinden und zu entscheiden. Hier möchte ich ein wenig helfen und etwas Licht in das Dunkel bringen, bzw. etwas Sound in die Stille….

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Mein Yamaha Set

Normalerweise ist es richtig, mit einem akkustischen Schlagzeugset zu beginnen. Damit kann die richtige Schlagtechnik gelernt werden. Die Muskulatur wird z.B. anders beansprucht als bei elektronischen Drumsets. Das gilt übrigens auch für das Klavier, das auch ein Perkussionsinstrument ist, da die Klangquelle mit den Holzschlegeln angeschlagen wird. Nun kann sich nicht jeder Anfänger gleich einen Übungsraum zulegen. Und in der eigenen Wohnung auf einem akkustischen Set zu spielen führt doch ziemlich schnell zu Unstimmigkeiten mit den Nachbarn. Da ist es natürlich besser, ein elektronisches, spielbereites Set zu haben, als gar keins.

Bei einem elektronischen Schlagzeugset ist es wichtig, auf die Anschlagsdynamik zu achten. Also, dass der Sound sofort nach Anschlag übertragen wird. Das war zu Anfang der elektronischen Drums nicht so. Inzwischen ist die Technik aber so weit vorangeschritten, dass auch die bezahlbaren Sets eine gute Anschlagsdynamik liefern. Es ist auch wichtig, dass sich das Set gut positionieren lässt und dabei nicht zu viel Platz einnimmt.

Bei dem akkustischen Drumset gibt es vier unterschiedliche Bereiche, die es zu beachten gilt. Der erste Bereich ist die Snare Drum, als zweites kommen die Cymbals, dann die Trommeln, die auch Tom Toms genannt werden, und auch nicht ganz unwichtig ist die Hardwear, also das Gestänge, an dem alles zusammengefügt wird. Am schwierigsten zu kaufen sind die Snare Drum und die Cymbals. Eine Snare Drum ist ein komplexes Instrument in sich und es gibt sehr viele Faktoren, um sich für oder gegen eine Snare zu entscheiden. Ziemlich genauso verhält es sich mit den Cymbals. Beide müssen neben dem geschmacklichen Aspekt gut funktionieren. Die Snare sollte einen vollen Klang bieten und vor allem muß es möglich sein, verschiedene Klänge an verschiedenen Stellen spielen zu können. Die Cymbals müssen auf den Anschlag gut reagieren und der Sound soll sich klanglich in einer Band durchsetzen können. Bei den Trommeln entscheidet doch am häufigsten das Portemonnaie und hier gilt leider meistens, je teurer desto besser. Gutes Handwerk kostet nunmal etwas. Von der Stange produziert ist günstig, kann aber nicht dasselbe bieten wie eine teure Trommel. Holzart und Verarbeitung sind entscheidend für einen guten Sound. Hochwertiges, gut ausgesuchtes, gut gelagertes Holz hat seinen Preis und eine gute Verarbeitung ebenso. Bei den teuren Instrumenten kann z.B. nur die Bassdrum schon mal 1000€ und mehr kosten! Das ist dann eine Trommel für den Profi. Zwischen den günstigen Trommeln gibt es große Unterschiede. Egal welche Holzart oder sonstiges Material für die Trommel verwendet wurde, entscheidend ist, dass der Grad auf dem das Fell aufliegt möglichst gleichmäßig ist.

Soweit erstmal ein Überblick. Ich werde in folgenden Artikeln noch genauer auf die einzelnen Instrumente eingehen.

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