Michael Wollny-Solokonzert Jazzfest 2017

Plakat1-200x300 in Michael Wollny-Solokonzert Jazzfest 2017 Am Freitag Abend des Jazzfestes 2017 in Berlin konnte der Pianist Michael Wollny sein Können als Solopianist hören und sehen lassen. Mit dem Sehen hielt es sich so in Grenzen, denn die Bühne war mit minimaler Beleuchtung in Blau getaucht. Dafür ließ es sich aber umso besser hören. Michel Wollny hat die Musik wirklich gut erklingen lassen. Neben gewaltigen, aber auch coolen Klangergebnissen, die nicht einem Stil zugeordnet werden können, und ich mal behaupte, dass dies der ganz persönliche Sound-Stil von dem erst knapp 40 Jahren jungen Pianisten ist, zitierte er Stile wie New Orleans, ernste Musik, Jazz und Pop.

Das erste Stück ging ziemlich lang und war frei Improvisiert. Ob es evtl. eine “Vorkomposition” als Vorlage gab, war nicht zu erkennen. Die Art der Improvisation und auch die Bewegungen am Piano ließen etwas an Keith Jarrett erinnern. Aber wen sollte das wundern, denn schließlich ist er ja nun auch ein Pianist…

Das zweite Stück lehnte sich an Franz Schuberts Komposition mit dem schönen Titel die Nebensonne, an. Die Improvisation dazu war sehr intelligent gelöst und in Michalel Wollny’s Manier natürlich mit sehr guter Technik gespielt. Er ließ die Komposition Zeitlos erscheinen, bzw. verwandelte die Nebensonne in einen Regenbogen der den Horizont umspannt. Und was mir beim ersten Stück ein ganz klein wenig gefehlt hat, nämlich eine Ruhe in der Zeit, kam hier besser zur Geltung. Vielleicht weil wir Deutschen letztendlich doch mit der ernsten Musik aufwachsen und sie uns deshalb vertrauter ist?

Die dritte und letzte Improvisation war dann auch sehr schön und hatte einen frischen, angenehmen und “poppigen” Klang. Die Zeit mit Michael Wollny ist schnell vergangen und auch als Person überzeugte er bei seinen kleinen Ansprachen.

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Das Zweite Konzert gab die Band um den kalifornischenTrompeter Ambrose Akinmusire.

AA-5-1024x676 in Michael Wollny-Solokonzert Jazzfest 2017Ambrose Akinmusire gilt als einer der herausragenden Jazzmusiker des 21. Jahrhunderts, und das zu recht. Sein Projekt, das eigens für das Jazzfest geschrieben wurde, galt einer Afro-Amerikanischen Frau die sich 1939 in einem Staatsgefängniss am Missishippi befand. Von Ihr gibt es vier Lieder die von einem Musikwissenschaftler im Zuge einer Forschungsreise aufgenommen wurden. Diese Aufnahmen wurden von der Band in die Kompositionen aufgenommen.

Das erste Stück war Grandios. Mich persönlich hat es umgehauen wie selbstverständlich und unmissverständlich das sehr ungewöhnliche Klangergebnis präsentiert wurde. Neben der typisch afrikanischen Intonation des Gesangs der oben genannten Frau, intonierten auch die Musiker in afrikanischer Manier. Hierbei verschmolz die Zeit zwischen Tradition und Moderne zu einem gemeinsamen Ziel. Dieses konnte sich der Zuhörer, wie es das Schöne ist bei Musik, selbst aussuchen….

 

 

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