Der Blues

Der Blues ist der Beginn von Jazz und Rock’ n Roll. Der Blues entstand in den USA von afrikanischen Sklaven, vor allem im Süden. Dort sangen die Menschen bei der Arbeit zum Trost, zur Freude und auch um sich zu verständigen, den “Field Holler”. Field Holler sind Frage- und Antwort-Gesänge. Der afrikanische Gesang war anders intoniert als bei weißen Sängern und Sängerinnen und beherbergte die “Blue Note”.

Dies ist eine afrikanisch intonierte kleine Terz, die in einer bestimmten Position der Melodie eingebracht, den typischen Bluescharakter formt. In der rhythmisch-harmonischen Struktur begann es mit 8 Takten, die dann durch erweiterte Frage – Antwort-Zeilen auf 12 Takte verlängert wurde. Inzwischen gibt es auch 16 Takte-Blues, 20 Takte oder 24 Takte, das oft einfach ein 2 x 12 Takte-Schema ist.

Auch harmonisch gab es von Anfang an eine ganz spezifische Blues-Abfolge. So wird im ersten Teil die Stufe 1 gespielt (4 Takte), im zweiten Teil geht es auf die 4. Stufe und dann zurück zur ersten Stufe (2 x 2 Takte) und im letzten Teil geht es über die 5. Stufe zurück zur ersten Stufe des ersten Teils (wieder 4 Takte). Haben wir die Grundtonart G, dann könnte sich als Beispiel folgender Ablauf ergeben: GGGG, CCGG, GGCD. Inzwischen gibt es unzählige Kombinationen und Melodien, die zu einem Blues herangezogen werden. Wichtig dabei ist, das der Charakter des Blues erkennbar bleibt.

Miles Davis, ein Meister des Blues, sagte einmal: ein Blues erkennt er daran, dass im 5. Takt die 4. Stufe gespielt wird.

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