Heute hauen wir auf die Pauke Nr. 2

Im 1. Teil zur Pauke habe ich etwas über die Geschichte, die Entwicklung und den Aufbau der Pauke, im amerikanischen heißt sie Timpani , geschrieben. Jetzt im 2. Teil möchte ich darüber schreiben warum es für uns Schlagzeuger gut ist ein wenig Paukentechnik zu letrnen und die Pauke zu spielen.

Je bewusster wir unsere Handgelenke einsetzen können, deste präziser und überzeugender können wir die Stöcke für unser Instrument einsetzen. Zu Beginn werden die einzelnen Hand, und Handgelenkshaltungen separat geübt. Da gibt es Matched Grip oder auch German Grip genannt, French Grip, Traditional Grip. Irgendwann darf dann jeder Schlagzeuger seinen eigenen modifizierten Grip spielen.

Ich beginne mit meinen Schülern mit Matched Grip oder German Grip, dabei wird der Handrücken waagerecht  nach oben und beide Hände gleich gehalten. Das finde ich deshalb gut weil wir von Natur aus zwei verschiedene Seiten haben und es gilt diese immer mehr anzugleichen. Mit Matched-Grip lässt sich das einfach kontrollieren und das Handgelenk am besten für den Anfang stabilisieren.

Die Pauke kann mit Matched-Frip, oder hier in Deutschland natürlich German Grip genannt, als auch mit French-Grip gespielt werden. Beim French-Grip zeigen die Daumen nach oben. Traditional Grip wird auf der Pauke nicht gspielt denn im Traditional-Grip halten die Hände den Stock unterschiedlich. Für das Paukenspiel müssen beide Hände sehr genau auf die gleiche Weise gehalten werden.

Die Paukenkessel sind extrem empfindlich was den Anschlag betrifft, logisch bei der Größe der Kessel, und das bedeutet, dass der Spieler sehr auf seine Spieltechnik achten muß und das wiederum schult auch die Technik für das Schlagzeug, für das Modern-Drum-Set.

Erst wenn die Handgelenke ihre Arbeit gut machen und der Bezug zu unserer Kraftzentrale, den Bauchringmuskeln hergestellt ist, kommen die Finger bei meinen Schülern dazu. Das ist dann sozusagen das Feintuning. Für das Erlernen der Paukentechnik gilt genau dasselbe.

Wie schon erwähnt ist die Pauke ein stimmbares Instrument und jeder Kessel wird im Abstand von Quarten gespielt. Der Spieler muß lernen das zu hören. Diese Arbeit bildet das musikalische Ohr aus und trainiert es schnell zu reagieren. Die Kessel werden oft auch während eines Stückes umgestimmt.

Da die Pauke, bedingt durch die Größe, wie oben schon erwähnt, extrem auf den Anschlag reagiert, sind auch die Schlegel entscheidend für den Sound der erklingt. Auch damit muß sich ein Paukist beschäftigen und dies fördert wiederum die Fähigkeit den Sound einer Trommel besser zu hören.

Der Roll, der Schlagzeugwirbel, ist dann die Kontrolle ob die Technik gut ist. Denn nur dann klingt der Roll auf einem Paukenkessel angenehm.

Letztendlich spielt auch die Dynamic eine große Rolle. Hier muß die Lautstärke kontinuierlich der Musik angepasst werden, denn sonst kann es schnell unangenehm werden mit der Pauke als Mitinstrument in der Musik.

Die Pauke ist ganz und gar ein hochmusikalisches Instrument und es gehört zur guten Ausbilung eines Schlagzeugers dazu , dieses Instrument ein Stück weit spielen zu können.

Ausruhen können wir uns dann hier 🙂

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