Milonga, Candombe, Habanera, Tango Andaluz

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Milonga

Die afrikanische Tanzkultur entstand aus der natürlichen Beweglichkeit der Menschen. Dazu gehört, dass unsere Symetrie, also die rechte und die linke Körperseite, nicht von Haus aus gleichmässig ist. Es wurde also mit einem Bein mehr aufgestampft als mit dem anderen und das wird auch als Hinketanz beschrieben. Dieser sogenannte Hinketanz fand sich in der Milonga wieder, was ein Tanzstil des Tango ist. Auch hier wird ein Bein mehr betont als das andere. Diese Art des Tanzes kam mit den schwarzen Sklaven aus dem Kongo an den Rio de la Plata.

Die heutige Milonga hat sich über verschiedene andere Stile, z.B. der Candombe weiter entwickelt und es entstand die Milonga Campera, die ab 1933 in das Repertoire der Tangoorchester aufgenommen wurde. Die Milonga ist mit den Jahren immer komplexer, beschwingter, fröhlicher und kreativer geworden.

Musikalisch lässt sie sich leicht durch den fröhlichen Charakter vom eher melancholischen Tango unterscheiden.

Candombe

Milonga-Candombe ist eine Unterart der Milonga. Ein Stil der vorwiegend in den 50ern in Montevideo gespielt wurde. Die Grundlage dieser Milonga-Art bildet die Clave, wie sie auch im Son in Cuba zu finden ist. Mit den Akzenten der Clave ist Candombe eine lebendige, rhythmische und quirlige Musik im 4/4tel-Takt. Aufgenommen wurde Candombe z.B. von R. Gavioli, A. Cerviño, D. Racciati und F. Canaro.

Habanera

Dieser langsame, mit dem Tango verwandte Tanz stammt, wie der Name schon erraten lässt, aus Kubas Hauptstadt Havanna. Eine Habanera ist ein Konglomerat aus der afrikanischen und europäischen Kultur. Er wird im 2/4-Takt gespielt und typisch ist, dass der erste Achtelschlag punktiert ist und sich dadurch eine Synkopation ergibt. Er ist bekannt seit dem frühen 19. Jahrhundert.

Thema der im langsamen Zweivierteltakt gesungenen sehnsuchtsvollen Lieder ist, wie sollte es anders sein, meist Kuba, Salz und die Liebe. Als Altmeister der Habanera gilt Ricardo Lafuente der im Laufe seines Lebens über 130 Habaneras komponierte. Jedes Jahr findet das Habanera-Festival statt, an dem Chöre aus der ganzen Welt, vornehmlich aus Europa, teilnehmen. 2016 stellte Kuba mit dem Chor “Entrovoces” den Sieger des 1955 ins Leben gerufenen Festivals. Das siebentägige Festival wird von rund 10.000 Besuchern jährlich besucht.

Tango Andaluz

Tango Andaluz ist, wie auch hier der Name verrät, ein andalusischer Gesang und Tanz. In jener Zeit als die Habanera aus Lateinamerika nach Spanien gelangte, entstand dort der Tango Andaluz. das war 1850 in der andalusischen Hafenstadt Cádiz. Dieser Gesang und Tanz wurde erst von einer Frau alleine ausgeführt und von einer Gitarrenbegleitung unterstützt. Später wurde er auch als Paar getanzt und gehört inzwischen zu der Vielfalt des Tango.

 

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