Eröffnet wurde das Fest an diesem Abend von der norwegisch/australischen Band Kim Myhr, unter dem Motto You/Me, die damit ihre Deutschlandpremiere feierten. Leider habe ich dieses Konzert verpasst, was aber, wie ich hörte, gar nicht laut, sondern erfreulich sensibel von den vielen Instrumentenseiten gespielt wurde. Die Gitarrenlastige Band bestand aus den folgenden Musikern: Kim Myhr, elektrische und akkustische Gitarre,
David Stackenä, elektrische und akkustische Gitarre, Håvard Volden elektrische und akkustische Gitarre. Adrian Myhr, Gitarren und Bass, Ingar Zach, Perkussion, Hans Hulbækmo Schlagzeug und Perkussion und der u.a. auch in Berlin beheimatete
Tony Buck ebenfalls am Schlagzeug und Perkussion. Ich hoffe ich bekomme nochmal die Gelegenheit diese Besetzung live zu erleben.

Wie in den letzten Jahren schon, gab es bei dem diesjährigen Jazzfest in Berlin einen Artist in Residence. Das Heißt eine Musikerin die während der 4 Tage besonders “gefeatured” wird. In diesem Jahr war es die in New York lebende hervorragende Guitaristin Mary Halvorson.

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Ihr Album Dragon`s Head von 2008 brachte ihr den Durchbruch zur international gefeierten Jazzguitarristin. Mit ihrem Mary Halvorson Octett spielte sie das letzte Bandkonzert auf der großen Bühne im Haus der Berliner Festspiele. Für Ihr Octett konnte sie den Bassisten John Herbert und den Drummer Ches Smith gewinnen.

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Ausserdem spielte neben Mary Halvorso an der halbakkustischen Gitarre, die Pedal-Steel-Guitarristin Susan Alcorn. In diesem Octett spielten dann auch noch der Trompeter Jonathan Finlayson, der Saxophonist Jon Irabagon und die Saxophonistin Ingrid Laubrock und der Posaunist Jacob Garchik, mit.Das Octett stellte sich in einem Halbkreis auf und die Musik wurde vom Blatt abgelesen. Die Improvisationen waren grandios und das Konzert ein voller Erfolg.

Zum Ausklang des Jazzfests spielte Bill Frisell ein unerwartet ruhiges Solokonzert.

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Er fing an mit Blues um dann über die Sandard-Ballade Lush Live und Themen von Burt Bacharach-bei Nou-Jazz zu landen.  Als Zugabe wurde noch einmal der Special Guest Mary Halvorson auf die Bühne geholt und das Publikum konnte sich zum Abschluss noch an einem Guitarrenduo erfreuen.

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Als die Lichter nach dem letzten musikalischen Ton angeknipst wurden, zeigte sich dann auch die neue Chefin Nadine Deventer in bester Feierlaune mit Ihrem Team.

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Alles in allem, zumindest für mich, immer wieder das schönste Musikfest des Jahres in Berlin. Und ich bin jetzt schon sehr gespannt was es im nächsten Jahr alles zu sehen und zu hören gibt. Die Vorbereitungen dafür laufen sicher schon inzwischen auf Hochtouren.

Berliner Jazzfest 2018-Sonntag Abend
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