Gegen das Berliner-Sommerloch hilft nur Musik und diese schönen berliner Blumen…. Wenn ihr Euch zu den Pflanzen und Farben einen Rhythmus vorstellt, welcher würde es sein ? Unter den Bildern könnt ihr schon mal meine Assoziationen lesen….







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Gegen das Berliner-Sommerloch hilft nur Musik und diese schönen berliner Blumen…. Wenn ihr Euch zu den Pflanzen und Farben einen Rhythmus vorstellt, welcher würde es sein ? Unter den Bildern könnt ihr schon mal meine Assoziationen lesen….







Am Samstag Abend beim Deutsch-Französischen Fest vor dem Brandenburger Tor in Berlin spielte erst die französische Band Zoufris Maracas. 

Die Musik war gut und viele Zuschauer und Zuhörer wollten sich davon etwas mit nach Hause nehmen….
Als „Haupt-Act“ heizte die Band „Shantel & the Bucovina Club Orkestar“, um den Sänger Stefan Hantel, dem Publikum ordentlich ein. 
Mit ihrer Mischung aus Balkon Pop und Polka brachten sie das Publikum zum Tanzen und zum Mitklatschen.
Der Schlagzeuger trug dazu einiges bei. 
Sowohl vor als auch hinter dem Schlagzeug.
Hier eine Kostprobe ihrer Musik.
Nach gelungenem Konzert der Gruppe neigte sich das Fest zwar noch lange nicht zu Neige, dafür aber das Sonnenlicht.
Gestern, am Dienstag den 7. Juli 2015 spielten japanische Trommler vor dem Brandenburger Tor. Das Wetter war gut und die Trommler waren bunt und hatten große Trommeln mit großen Stöcken zu spielen. Auch auffällig, im Gegensatz z.B. zur klassischen Perkussionmusik in Europa, die bis auf experimentelle Stücke doch eher stimmlich lautlos zugeht, war der große Schrei ! 
Ich finde es toll, Luft und Stimme beim Trommeln mit einzusetzen. Besonders da beim Trommeln, im Gegensatz z.B. zum Blasinstrument, die Luft zurück gehalten werden kann, ohne dass es der Spieler bemerkt. Ob das allerdings der Beweggrund ist, oder das Schreien mit japanischer Tradition oder japanischer Dramaturgie zu tun hat, weiß ich nicht.
Zu all dem gab es auch noch eine Choreographie. Auch das finde ich gut, denn Rhythmus ist Bewegung ! Und wenn dann das Trommeln noch mit Tanz unterstützt und damit sichtbar gemacht wird, ist es umso spannender und unterhaltsamer für das Publikum. Insgesamt war es eine gelungene PR für Yamato – The Drummers of Japan, die in Berlin in der Komischen Oper ihre gesamte Perkussionshow vom 14.7.-19- 7. zeigen. Wer sich für Perkussion interessiert, wer Zeit und Lust Lust hat und zudem solche Perkussionisten noch nicht in Action erlebt hat, sollte sich die Show ansehen und anhören.
Vier Tipps, wie Schlagzeuger, Sänger oder Musiker anderer Instrumente, üben können, um eine Bandbreite an Tempi spielen zu können.
Tip 1)
Wähle eine Aufgabe und ein mittleres Tempo, z.b. 80 „beats per Minute“ (zukünftig bpm). Sobald Du mit dem Tempo vertraut bist, steigere das Tempo um z.B. 4 bpm, also auf 84. Danach reduziere Deine Aufgabe um diese 4 bpm auf 76 bpm. Dann steigerst Du wieder um weitere 4 bpm und dann ziehst du weitere 4 von 76 auf 72 ab, usw.
Tip 2)
Du nimmst das Metronom und stellst es wieder auf die mittleren 80 bpm ein. Du hörst dem Klick zu und versuchst Dich, ganz darauf einzulassen. Danach gehst Du in einen anderen Raum, bis Du das Metronom nicht mehr hören kannst. Innerlich, oder auch äusserlich durch lautes Zählen, lässt du diese bpm weiter laufen. Dann gehst Du zurück zu Deinem Metronom und überprüfst, wie weit Du das Tempo beibehalten konntest. Klappt das gut in einem Tempo, versuchst Du das nächste. Dieses sollte weiter entfernt sein, eventuell 12 Klicks weniger, also 68, oder 12 Klicks mehr, also 92. Langsam wirst Du die Unterschiede in den Tempi fühlen lernen und dann kannst Du die Tempo-Schritte verkleinern, also z.B. vorgehen wie bei Tip 1.
Tip 3)
Versuche jetzt den Tempi Gestalt zu geben, indem Du dir eine Alltagssituation vorstellt, z.B. Gehen. Lerne Deine Gehgeschwindigkeit in bpm kennen. Wieviel Klicks sind langsames Gehen, wieviel schnelles Gehen, und ab wann mußt Du laufen, ab wann rennen? Wenn Du dir so ein paar Tempi erarbeitet hast, finde Musik, die diese Tempi haben, also Musik zu der Du im gleichen Rhythmus gehen, laufen oder rennen kannst, wie Du es ohne Musik getan hast.
Tip 4)
Eine schöne und einfache Art Tempi kennen zu lernen, ist, die Melodien aus Liedern nachzusingen. Sobald Du die Melodien mit dem entsprechenden Text singen kannst, stellst Du das Tempo per Metronom fest. Schaffe Dir ein Repertoire von Liedern an und übe sie immer wieder. Teste Dich mit dem Metronom, ob Du die richtige Geschwindigkeit angeschlagen hast. Klappt das gut, kannst Du anfangen die verschiedenen Lieder nacheinander anzusingen. Dann kannst Du auch mal das entsprechende Tempo einstellen und das richtige Lied dazu singen.
Viel Spaß beim üben !
Die Tempi in der Musik sind ein umfangreiches Kapitel. Wer professionell oder semi-professionell musiziert, wird sich damit ein Leben lang beschäftigen. Es gibt in diesem Bereich auch wieder zwei Perspektiven darauf. Einmal, das absolute Tempo, gemessen z.B. mit dem Metronom in Schlägen pro Minute, oder das gefühlte Tempo, wie z.B. in der Klassischen Musik das Andante, gehend. Beide Tempi-Perspektiven sind richtig und wichtig. Je nach Komposition und musikalischem Ausdruck wird in der Musik das eine oder das andere herangezogen oder auch Schnittmengen der Beiden.
Die metronomische Time
Jeder Mensch hat zu jeder Zeit ein Lieblingstempo, oder auch mehrere, mit denen er sich gerade besonders gut fühlt. Als Musiker müssen wir allerdings das Tempo des Liedes, der Komposition spielen und nicht ein Tempo, das uns gerade liegt. Und besonders wenn dieses Tempo vielleicht gerade 2 „beats per minute“ unter unserem eigenen gewünschten, gefühlten Tempo liegt, wird es hart. Außerdem gibt es unglaublich viele Tempi zu spielen, die wir in dem Moment gar nicht mögen. Ein gutes Beispiel ist die Ballade, wenn wir gerade aus einer hektischen Situation kommen ( z.B. die Anreise zum Auftrittsort). Die Tempi der metronomischen Zeit können nur mit Hilfe des Metronoms erarbeitet werden. Unser Körper ist so nett, dass er sich die unterschiedlichen Tempi abspeichert und sie bei Bedarf abrufen kann. Dafür muß er natürlich in immer genau derselben Zeit „trainiert“ werden. Hilfreich, auch um energiesparend und in dem Tempo musikalisch spielen zu können, ist dabei eine guteTechnik.
Das gefühlte Tempo
Wenn in einem Musikstück die Tempoangabe andante, gehend oder moderato (moderat) oder presto (schnell) angegeben ist, handelt es sich um ein gefühltes Tempo. Solche Tempoangaben geben Spielraum für Interpretation. Jeder Musiker wird unter Andante ein anderes gehendes Tempo verstehen, jeder Musiker wird bei dem Gedanken an ein moderates Tempo, ein anderes „beats per Minute“ anspielen. Hier bedarf es eines Bandleaders oder im Fall eines Orchesters, eines Dirigenten. Mit ihm wird dann das gemeinsame Andante erarbeitet, so dass spätestens bei der Vorführung alle Orchestermitglieder das gleiche Andante im Ohr haben, und mit ihrer Technik ausdrücken können.

In der Popkultur richtet sich das exakte Tempo fast immer nach dem Gesang, bzw. dem Solisten. Schließlich muß der Sänger oder die Sängerin den Text ausformulieren und nach den eigenen künstlerischen Aspekten interpretieren können.
In der Orchestermusik wird dem Dirigenten die Verantwortung der Interpretation überlassen. Er muß letzendlich entscheiden, wie die Komposition am besten klingt, und ob seine Musiker dieses auch umsetzen können.
Das Spielen von Akzenten betont die entsprechenden Stellen in der Musik. Akzentuiert werden kann der Rhythmus, die Melodie oder auch eine Harmonie. Spieltechnisch kann dies auf vielfältige Weise geschehen. Melodietöne oder Rhythmen können lauter als andere gespielt werden oder sie werden verziert. Im Rhythmus würde dies z.B. mit Flams oder Drags geschehen. Allerdings kann auch eine Stelle betont werden, indem sie leiser gespielt wird. Im weiteren Sinne wird alles, was sich von dem vorher Gespielten abhebt, akzentuiert. Spiele ich regelmäßig Akzente, wie z.B. in einem Kleine Trommel-Solo, dann ergibt sich eine weitere Spielebene. Die Musik wird vielschichtiger und dadurch interessanter.
Wichtig ist, dass die Ebene der Akzente im richtigen Tempo gespielt wird. Bei nicht ausreichender Spieltechnik passiert es häufig, dass die akzentuierten Schläge oder Töne schneller oder langsamer werden. Dieses darf nicht geschehen, denn dadurch verlieren sie ihre Wirkung. Wer Schwierigkeiten damit hat, sollte seine Technik überprüfen.
Schlagzeugakzente können auch schon allein durch die Wahl der Instrumente gesetzt werden. Spiele ich Rhythmen auf der Snaredrum und ab und zu eine Tom Tom, wirken die Schläge auf der Tom als Akzente.
Einer der ersten Akzente, die Schlagzeuganfänger lernen, ist das Schlagen des Crash-Cymbals, auf Deutsch heißt es Akzentbecken. Es ist so konzipiert, dass es sich deutlich von allen anderen Cymbals abhebt. Trotzdem sollte beim Setzen des Akzents mit dem Crash Cymbal, gleichzeitig die Bassdrum gespielt werden. Die Bassdrum erdet sozusagen das Crash Cymbal und der so gespielte Akzent bekommt eine gute Wirkung.
Akzente heben nicht nur bestimmte musikalische Stellen hervor, sondern es macht auch großen Spaß, sie zu spielen. Besonders am Schlagzeug, da es die größte Bandbreite an Lautstärke und Tempo zur Verfügung hat.
Richtig schwierig wird es, wenn eine Band gemeinsame Akzente spielen möchte. Dies ist z.B. Standard in Big Band-Musik, wo die Bläsersätze ständig gemeinsame Akzente setzen. Aber auch Rock-, Pop-, Metal- usw. Bands können ihrer Musik durch gemeinsam gespielte Akzente sehr viel mehr Impact geben. Da wir Menschen von Haus aus unterschiedlich empfinden, gilt es für die Bandmitglieder, sich das gleiche Empfinden, die gleiche Dynamik, für den Akzent zu erarbeiten. Dazu muß viel Übungszeit investiert werden. Aber es lohnt sich, denn es gibt kaum etwas schöneres, als wirklich gemeinsam gespielte Akzente.
Der erste Tag des afrikanischen Festivals hielt gleich zwei schöne Konzerte bereit. Nachdem die Keiga Dance Company aus Uganda das Festival mit fünf ihrerTänzer eröffnete, spielte um 18.30 Solo Sow.
Solo Sow ist der Name der Band und gleichzeitig Name des Sängers und Bandleaders. Solo arbeitet immer mit verschiedenen, meist afrikanischen Musikern zusammen und seine Lieder sind im weitesten Sinn europäischer Afro-Pop. Dabei legt er Wert auf aussagekräftige Texte, die er zum Teil selbst schreibt. Solo Sow stammt aus Guinea und seine Musik brachte selbst einen Mann mit Krücken zum tanzen.
Aus dem Senegal kamen die Trommler der Band Xalaas, die nach einer kurzen Umbaupause spielten. 
Dabei kamen senegalesische traditionelle Sabar Trommeln zum Einsatz, wie auch Basstrommeln und die, inzwischen in ganz Afrika verbreitete, Djembe-Trommel.
Im laufe der Trommelei tanzte dann auch noch das Workshop Ensemble der Trommelbrüder Yorro und Badou Mbaye dazu.
Am liebsten mag ich es aber wenn gute Musik einfach so auf der Straße oder auf Plätzen passiert. So wie sich auch heute die Trommelgruppe um Djembefola Siaka Koujate plötzlich auf dem Alexanderplatz einfand und spielte.
Ich möchte die Aufnahme des Mel Lewis Jazz Orchestra – The Definitive Thad Jones, Live from the Village Vanguard, Vol. 1, allen Musikern, die sich mit Big Band-Musik beschäftigen, empfehlen.
Mel Lewis war ein hervorragender Schlagzeuger und Thad Jones ein fantastischer Kornettist. Beide waren die Chefs der Big Band und Namensgeber dieser Aufnahme. Sie komponierten und arrangierten gemeinsam 13 Jahre lang in der Zeit von 1965 bis 1978.
Das Kornett ist übrigens ein Blechblasinstrument und zählt zu den Horninstrumenten, obwohl es einer Trompete sehr ähnlich ist.
Mel Lewis begleitet auf dieser CD etliche großartige Musiker, die später international bekannt und als Solisten sehr erfolgreich wurden. Das sind z.B. der Pianist Kenny Werner, der Tenorsaxophonist Joe Lovano und Bassist Dennis Irwin.
Thad Jones hat alle 5 Stücke auf dieser CD von 1988 komponiert und arrangiert. Leider konnte ich zu der oben genannten CD keine Aufnahmen finden die ich veröffentlichen darf.
Aber hier könnt ihr eine Aufnahme von 1989 hören, die im Village Vanguard aufgenommen wurde.
Komposition: Kenny Werner
Tenor Saxophon: Joe Lovano
Flügelhorn: Jim Powell
Trumpet: Glenn Drewes
Und hier noch eine schöne Aufnhame des Orchesters mit Thad Jones am Flügelhorn.
Das Spielen in einer Big Band ist für den Schlagzeuger eine besondere Herausforderung. Eine Bigband besteht üblicherweise aus Saxophonen, Posaunen, Trompeten und der Rhythmusgruppe. Oft werden sie dann noch mit Gastmusikern, die dann meistens auch als Solist agieren, ergänzt. Das kann ein Musiker an der Orgel sein, ein Sänger oder auch schon mal eine schweizer Mistgabel als Rhythmusinstrument. Einige der Ensemble-Musiker müssen neben ihrem Hauptinstrument bei Bedarf auch andere bedienen. Ein Saxophonist kann in einem Stück beispielsweise auch Flöte oder/und Klarinette spielen.
Die Melodieinstrumente decken verschiedene Register der Musik ab. Bei den Saxophonen ist das im tiefen Register das Baritonsaxophon, im mittleren das Tenorsaxophon und im hohen Register das Altsaxophon. Werden noch höhere Töne komponiert, spielt das z.B. die Querflöte. Für die Rhythmusgruppe wird mindestens ein Schlagzeug, Bass und die Gitarre oder Klavier benötigt. Oft wird die Rhythmusgruppe auch mit Gitarre und Klavier gleichzeitig besetzt.
Die Aufgabe für den Schlagzeuger ist durch die Menge an verschiedenen Meldodie- und Harmoniestrukturen gewaltig. Einerseits muß er oder sie das gewünschte „Feel“ erzeugen, dann die Rhythmusgruppe gemeinsam mit dem Bass stabilisieren, den Solisten begleiten und zu guter Letzt sämtliche Blasinstrumente antreiben. Voraussetzung dafür ist ein sicheres Beherrschen des Instruments und Spielen von „syncopation„. Denn das Treibende am Big Band Jazz sind die vielen synkopierten Noten der Bläser. Wenn aber ein Schlagzeuger oder eine Schlagzeugerin diese Fertigkeiten behrrscht und in den Genuss kommt, mit einer Big Band zu spielen, macht das enormen Spaß.
Salif Keita stammt aus Mali, ist Albino und fast blind. Vielleicht machte diese Mischung aus ihm einen der besten und wichtigsten Sänger Afrikas. Am Mittwoch den 27. Mai 2015 gab er mit Les Ambassadeurs ein Konzert in der Berliner Auster, dem Haus der Kulturen der Welt. Die Besetzung war ein Traum für jeden Musikliebhaber. Zwei Bläser (Saxophon und Trompete), Lead und Rhythmusgitarre (darunter der bekannte Amadou Bagayoko) ,
ein Drummer, ein Perkussionist, zwei Backup-Sängerinen und sogar zwei Keyboarder (darunter Cheick-Tidiane Seck, der auch Mory Kante begleitet).
Die Band spielte viele Lieder von ihrer CD Moffou aus dem Jahr 2002. Das war auch wunderschön, aber es war laut ! Zu laut ! Ich weiß nicht, wer dafür verantwortlich war, aber der Teil war nicht schön. Ohren können sich an Lautstärke gewöhnen. Also wenn diese kontinuierlich gesteigert wird, machen die Ohren, ohne Schaden zu nehmen, sehr lange mit. Werden sie aber mit plötzlicher Lautstärke beschallt, können sie geschädigt werden. Und hier walzte die Lautstärke wie eine Wand beim ersten Ton auf die Zuhörer zu. Schade; ich musste das Konzert mit Ohrstöpseln hören und mich so weit wie möglich von den Lautsprechern entfernen. Dazu kam auch noch, dass der Sound nicht gerade überzeugte. Das störte die meisten anderen Zuhörer nicht, bzw. tat der Stimmung keinen Abbruch. Nach Aufforderung durch Salif Keita
nach dem zweiten Song, tanzte der Saal.