Rock-Jazz und Chick Corea

Chick Corea entwickelte seinen eigenen unverkennbaren  Keyboard Sound und wurde als Pianist und Keyboarder durch seine Mitarbeit auf Bitches Brew von Miles Davis bekannt. 1975 brachte er mit seiner Band „Return To Forever“ die LP „No Mystery“ heraus. Im Gegensatz zu Bitches Brew ist seine Musik auf dieser LP, meiner Meinung nach, eher „konstruiert“. Was ich in keiner Weise bewerte, es ist einfach eine andere Perspektive auf die Musik. In seinen Arrangements werden gemeinsame schnelle Läufe und gemeinsame Akzente gesetzt, die vorher festgelegt wurden. Den Bass spielte Stanley Clark, Al DiMeola die Gitarren, Lenny White Drumset und andere Perkussion. Es lohnt sich auf jeden Fall die Musik oft anzuhören. Sie ist einfach zu gehaltvoll, als dass sie sich bei einem Mal Anhören verstehen lässt. Lange Zeit verstaubte diese LP in meinem Regal und jetzt bin ich richtig froh, dass ich sie durch das Schreiben auf meinem blog wieder auf dem Plattenspieler liegen habe und anhöre.

 

Mein Artikel soll nur ein Anstoss sein, eine Erinnerung. Es gibt unzählige Artikel zu Return To Forever und Chick Corea im Internet. Wer mehr erfahren möchte, geht auf die Suche nach ausführlichen Artikeln.

 

 

Rock-Jazz und Miles Davis

Rock und Jazz = Miles Davis. Miles Davis war meiner Meinung nach einer der  innovativsten Musiker aller Zeiten und ich empfehle jedem Musiker und Musikliebhaber seine Biographie zu lesen. Heute möchte ich ihn als Innovator des Rock-Jazz vorstellen. 1970 erschien sein Doppel-Album Bitches Brew und katapultierte den Rock-Jazz in ungeahnte Höhen. Miles spielte mit einer elektrisch verstärkten Trompete und setzte auch sonst meistens elektrische Instrumente ein. Mitmusiker waren u.a. der unvergleichliche Wayne Shorter am Saxophon, die Virtuosen Chick Corea und Joe Zawinul spielten Keyboard, John McLaughlin die Gitarre, der grandiose Dave Holland spielte den Bass und die Stöcke hielt der wunderbare Schlagzeuger Jack DeJohnette nicht für eine Sekunde still in der Hand. Neben dem eher aus der Rock-Musik kommenden binären rhythmischen Ausdruck, kam aus dem Jazz  die volle Ladung Improvisation dazu. Viele Musiker hatten zu der Zeit und auch schon vor 1970 damit experimentiert, Jazz und Rockmusik miteinander zu verbinden. Allerdings ist es niemandem auf so hohem Niveau gelungen wie Miles Davis.

Mein Artikel soll nur ein Anstoss sein, eine Erinnerung. Es gibt unzählige Artikel zu Bitches Brew und Miles Davis im Internet . Wer also mehr erfahren möchte geht auf die Suche nach ausführlichen Artikeln. Und davor ist es das Beste, sich die Musik anzuhören.

Fußball Weltmeister !

Unser sympathischer Müller
Unser sympathischer Müller

Das war ein echtes Berlin Hilight! Viele meiner Schüler und auch ich haben die Weltmeisterschaft 2014 geschaut und freuen uns über den Sieg der deutschen Mannschaft. Auf der Siegesfeier war ich zwar nicht persönlich, habe aber ein paar schöne Fotos bekommen (360-berlin) und möchte sie hier in meinem blog zeigen. Es muß wohl eine ziemlich große Fete gewesen sein und Helene Fischer war eingeladen zu singen. Unsere Fußballer haben sich in einem offenen Bus durch Berlin fahren lassen und danach sich zu allerlei Albernheiten hinreissen lassen. Z.B. gingen sie auf der Bühne mit todernster Miene und den Händen auf der Schulter des Vordermanns, ganz wie die Brasilianer beim Einzug in das Stadion….  Das Mannschaftsflugzeug flog eine Ehrenrunde tief über Berlin.

Das Flugzeug der deutschen Nationalmannschaft
Das Flugzeug der deutschen Nationalmannschaft
Unsere Fußballer sind am Ostbahnhof angekommen
Unsere Fußballer sind am Ostbahnhof angekommen
Per Mertesacker
Per Mertesacker hypnotisiert das Volk

Rhythmus Indischer Klassischer Musik

Die Hände klatschen den Tala
Die Hände klatschen den Tala

In der Indischen Musik gibt es Tala und Raga. Tala steht für den Rhythmus, bzw. die Anzahl von Schlägen bevor der Rhythmische Kreis wieder von vorn beginnt. Raga steht für die Melodie, bzw. für die benutzten Töne um die Meldodie zu spielen.
Ein sehr wichtiger Aspekt in dieser Musik ist, dass die Harmonie innerhalb eines Liedes nicht wechselt. D.h., ist ein Raga z.B in D-Dur, bleibt er es bis zum Ende des Liedes. Grund dafür sind die nicht so einfach umzustimmenden Instrumente. Die Tabla, im nördlichen Indien entwickelt, und die Mrindamgam, im südlichen Indien entwickelt, werden mittels einer speziellen Paste gestimmt, die in die Mitte des Fells aufgetragen wird. Je nach aufgetragener Menge entsteht die Tonart.
Um den Mangel an harmonischem Ausdruck auszugleichen, entwickelten sich komplizierte improvisierte Rhythmen. Diese nennen sich lineare Rhythmen, weil sie nicht durch Wiederholungen wirken, sondern eher fortschreiten wie eine Erzählung.Die unterschiedlichen Tala (Rhythmische Kreise) haben ähnlich unseren Taktarten eine bestimmte Anzahl von „Beats“. Nur, dass die Anzahl der Beats von 3 bis 121 gehen kann! Heute und praktischer Weise befinden sich die Anzahl der Beats  in erträglichem Rahmen wie 7, 8, 11, 14, 21.
Die klassische Indische Musik lebt von Improvisation über den Tala. Um den Tala ausdrucksstark und für den Zuhörer interessant zu machen, muß die Improvisation gezielt über den Tala gespielt werden. Um das zu bewältigen werden rhythmische, in kleine Abschnitte geteilte Motive einstudiert.
Wer Interesse an dieser Art von Musik hat, kann mich gern ansprechen. Ich freue mich, diese weiter zu geben. Ich bin zwar keine Spezialistin auf diesem Gebiet, aber ich habe bei Poovaloor Srinivasan, einem Meistertrommler aus Karnatak, Einblick aus erster Hand bekommen können.

Friseure in Berlin

In Berlin gibt es unzählige Friseure und Friseusen. Doch jemanden zu finden, der die Haare so schneidet, wie ich es mir vorstelle, ist fast unmöglich. Dabei bin ich durch sämtliche Instanzen gegangen… Vom High-Fashion Salon in Berlin-Mitte bis zum türkischen Haareschneider um die Ecke konnte ich mich nicht wirklich für einen regelmäßigen Besuch bei dem jeweiligen Salon entscheiden . Und trotz einem gewaltigen „Euronen“ Unterschied zwischen den Salons war das Resultat nie wirklich gut. Obwohl es eine Friseuse gab, deren Haarschnitt zwar, von meiner Seite ungewollt, als Kurzhaarschnitt endete, aber deren Schnitt sehr gut zu mir passte. Er war sogar frech und ungewöhnlich unkonventionell.  Da ich allerdings längere Haare tragen möchte, hatte ich mir in meiner Friseurinnen-Naivität vorgestellt ich kann das beim nächsten Besuch besprechen. Oh nein, sämtliche meiner Vorschläge und Einwendungen wurden abgeschmettert und ich durfte nicht mal zwischendurch in den Spiegel schauen. Anstelle hörte ich: „Ich bin noch nicht fertig mit meinem Schnitt“. Aha, ja das wars dann, ich bin vor Beendigung der Friseurkunst aufgestanden, habe dummerweise noch eine horrende Summe bezahlt und natürlich hat sie mich dort nie wieder gesehen. Der Laden existiert übrigens nicht mehr… wundert mich nicht…. Ganz anders sind die türkischen Friseursalons. Z.B. gibt es oft sofort einen Schneidetermin auch ohne Anmeldung. Die Böden sind schon mal nicht ganz gefegt und das Arbeitsmaterial vielleicht auch nicht ganz das beste, aber dafür sind die Preise günstig und ich konnte immer frisch herausreden was ich mir denn vorstellte. Einen Hausfriseur habe ich unter ihnen aber auch nicht gefunden.

Nächste Woche probiere ich es wieder mit einer deutschen Friseurin, mittlere Preislage und meine Wünsche habe ich schon mit ihr besprochen. Cut’n Go hört sich zwar nicht einladend an aber ich versuche es trotzdem. Zum Glück wachsen Haare ja nach.

Letztens brauchte ich für einen Fototermin, auch noch an einem Samstag, eine Frisur. Ohne vorherige Anmeldung kam auf jeden fall nur ein türkischer Salon in Frage. In der Badstraße wurde ich fündig. Es war günstig und trotz zu viel Haarspray und Festiger, was meine hochgearbeiteten Haare wieder herunter drückte, war die Frisur ganz ok . Nur das mitten im Geschehen eine Frau mitten im Raum anfing, eine Zigarette zu rauchen, brachte mich wirklich in Schwierigkeiten. Ich machte es nicht gern, aber frisch geduscht, frisch gestylt und dann nach Zigarrette stinken….ne, ich überzeugte die Raucherin mit meiner Allergie und sie stellte das Rauchen ein. Aber auch der Salon wird mich nicht wiedersehen.

Im Türkischen Friseursalon
Im Türkischen Friseursalon
noch nicht fertig gestylt
noch nicht fertig gestylt

Sommerferien

Liebe Leute! Warum gibt es Sommerferien? Warum gibt es überhaupt so viel Ferien für Lehrer und Schüler?
Hat der Lehrer frei so auch der Schüler und beide brauchen die freie Zeit voneinander. Ein Lehrer oder Lehrerin geben viel von sich preis während des Unterrichts und das muß sozusagen wieder aufgefüllt werden. Ganz wie bei einer Batterie. Ein Schüler oder eine Schülerin brauchen die freie Zeit, um das Gelernte zu verdauen, ganz wie nach dem Essen. Aber auch der Lehrer bekommt ständig Input im Unterricht durch seine Schüler und braucht Pausen zum verdauen. Die Ferien sind für Lehrer und Schüler der Garant, dass während des Unterrichts volle Leistung erbracht werden kann. Unterrichten erfordert volle Konzentration und ein ständiges Anpassen an den Schüler/in. Für einen kreativen, gewinnbringenden Unterricht ist es nötig, entsprechende Ruhepausen einzulegen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie nach einer gewissen Zeit die Unterrichtsbatterie ausgeht und wie viel Spaß ich wieder an meinem Unterricht habe, wenn ich den Unterricht verdaut, die Batterie wieder aufgeladen, mich erholt habe. Und aus Erfahrung weiß ich auch, dass es meinen Schülern genauso ergeht.

Interview beim Alex-Radio-Berlin

Hallo! Am 3. Juli 2014 um 13.00 Uhr  war ich Gast beim Alex-Radio in der Sendung von Rolf Gänsrich. Es hat Spaß gemacht. Ich rede gern über Musik. Schon allein durch meinen Unterricht mache ich mir ja ständig Gedanken, wie ich Rhythmus, Musik, das Schlagzeugspielen am besten und immer besser erklären kann. Aber ich liebe auch den philosophischen Aspekt in Musik und Rhythmus. Vom Musik machen lässt sich fast alles auf unser „sonstiges“ Leben übertragen. Das Alex-Radio ist der Nachfolger vom Offenen Kanal. Er wird übrigens nicht durch die schrecklichen GEZ Gebühren finanziert und Rolf bekommt keinen Cent für seine Arbeit als Moderator. Aber dank dem Alex-Radio hatten wir eine Plattform für unser Gespräch.

Vor dem Radio-Interview
Vor dem Radio-Interview
Ich mit dem Moderator für Kohl und Gemüse...
Ich mit dem Moderator für Kohl und Gemüse…
Nach dem Interview mit Rolf, meinem Moderator für die Sendung.
Nach dem Interview mit Rolf, meinem Moderator für die Sendung.

Sommerfeste in Berlin

Auf der Bühne im Weddinger Stadtgarten
Auf der Bühne im Weddinger Stadtgarten

Hallo ! Im Sommer strotzt Berlin nur so von Festen… Und wenn dann das Wetter noch mitspielt gibt es kein halten mehr, die Berliner sind unterwegs. Auch die Feste des Umlands werden in Scharen heimgesucht und bei einigen Veranstaltungen wünschte sich mancher doch lieber zu Haus geblieben zu sein, weil sie bei schönem Wetter schlichtweg überlaufen sind. Das ist bei unserem Sommerfest, das Sommerfest der d-drums Schlagzeugschule allerdings nicht passiert. Wir haben im „Himmelbeet“ gefeiert. Das ist ein Stadt-Gemeinschaftsgarten im Berliner Wedding mit liebevoll angelegten kleinen Einzelbeeten. Wir hatten eine kleine Bühne und auch ein Planendach, denn in Berlin kannst du alles planen aber nicht das Wetter. Es blieb warm und regenfrei und ich spielte nach meinem Solostück „Drum Corps on Parade“ an der kleinen Trommel von J.S. Pratt mit dem d-drums Perkussion Ensemble die Stücke „In Friedrichshain“ und „Die Einladung“. Dieses mal mußte ich den Schlagzeuger ersetzen da dieser sich auf einem Familienausflug befand. Es fehlte uns also eine Stimme aber ich fand wir haben das gut gemacht und unserem Publikum hat es gut gefallen. Unser Perkussion Ensemble ist schon was besonderes und ich wünsche mir, dass sich diese Art von Musik bald viel mehr in Berlin hören und sehen lässt. Rhythmus zu kennen, zu hören, zu fühlen und vielleicht sogar selbst zu spielen ist wunderbar. Für mich als Schlagzueg und Perkussionlehrerin  ist es eine schöne Aufgabe Menschen darin zu schulen.

Ein Mikrophon schont die Stimme..
Ein Mikrophon schont die Stimme..
Danke Mr. Pratt für die "knackigen" aber komplizierten Stücke...
Danke Mr. Pratt für die „knackigen“ aber komplizierten Stücke…
Backstage wie Steffen so schön gesagt hat.
Backstage wie Steffen so schön gesagt hat.
Das d-drums Percussion Ensemble in schöner Form..
Das d-drums Percussion Ensemble in schöner Form..

fete de la music 2014

Hallo ! Ich denke, ich habe noch nie auf der fete de la music gespielt. Doch in diesem Jahr bin ich mit dem „d-drums Perkussion Ensemble“ auf dem Hoffest der Danziger str. 50 in Berlin aufgetreten. Das Rock-Radio Berlin hat Live übertragen. Es war leider sehr kalt und ich machte mir Sorgen, weil ich das Set mit einem Solo für kleine Trommel von John S. Pratt beginnen wollte. Meine Hände waren steif wie Löffel. Dann haben wir keinen Soundcheck bekommen. Toll. Der Techniker vom Radio wollte wohl keine Überstunden machen…. In der Umbaupause habe ich dem Moderator ein kleines Interview gegeben, das war ganz nett, allerdings wurde hinter mir falsch aufgebaut… also kurz noch zurechtrücken und los geht’s mit „Drumcorps on Parade“ und danach spielte das Ensemble „In Friedrichshain“ und „Die Einladung“. Die Besetzung waren 2 Glocken, Djembe, Drumset, und ich habe kleine Soli mit Cabasa und Agogo gespielt.

Kenako Afrika Festival in Berlin 2014

Hallo ! In diesem Jahr war ich nur am Sonntag auf dem Kenako Afrikafest, das zum dritten mal auf dem Alexanderplatz in Berlin stattfand. Ke-Na-Ko bedeutet übrigens: „es ist an der zeit“. Laut Programmheft soll der Name ausdrücken. „es ist an der zeit, dass die afrikanischen Akteure und Akteurinnen aus Deutschland ihre Kräfte bündeln und Afrika ein neues Gesicht verleihen. Dies soll z.b mit etlichen Vorträgen, Lesungen und Workshops geschehen. Jeder kann diese besuchen. Einige kosten Geld, andere sind kostenfrei. Das Kenako-Fest wächst jährlich, so mein Eindruck. Es gibt Essensstände mit typischen afrikanischen Gerichten und Händler von Schmuck, Tüchern und ähnlichem mit z.T sehr schönen Sachen.

Aber jetzt zur Musik. Ich habe mir „Lanaya + Argile: Collectif Foli“ angeschaut und angehört. Eine Mischung aus afrikanischen Trommlern, Tänzern, Musikern und 2 Bleichgesichtern an Gitarre und Flöte. Die Stücke waren vom Stil her recht unterschiedlich, besonders dann wenn der Gitarrist seinen Gitarren-Santana-Sound dazu spielte.  Am besten haben mir die taditionellen Stücke gefallen. Und hier möchte ich auf einen interessanten afrikanischen Top-Musiker eingehen: Souleyman. Er stach schon bei einem Konzert auf dem Karneval der Kulturen hervor. Er trommelt und tanzt natürlich, aber sein Hauptinstrument ist das Balafon, dass er perfekt beherrscht. Das Balafon ist ein „Mallett-Instrument“. Es besteht aus gestimmten Holzplatten und wird mit speziellen, aus Kautschuk angefertigten Malletts gespielt. Balafone werden pentatonisch oder diatonisch gestimmt. Bei einem Stück hat er Summertime zitiert und bei einem anderen das Vibrafon gespielt. Das habe ich so zuvor noch nicht von traditionellen- afrikanischen Musikern gehört. Aber das wichtigste ist die Musikalität und Intensität in seinem Spiel. Ich werde bestimmt noch öfter von ihm berichten. Zum Abschluss noch etwas typisch Afrikanisches: Auf dem Karneval wurde er als „Souleyman aus dem Senegal“  vorgestellt und auf dem Kenakofest als „Mann aus Burkina Faso“…Aber wen kümmerts, das er aus West-Afrika stammt ist unüberhörbar….