Akzente in der Musik

Musikerwitze
So eher nicht….

Hier geht es um Akzente auf Trommeln die sehr groß sind, wie z.B. die Pauke, beim Modern Drum Set die Standtrommel,oder im Orchester die Bassdrum.

Ein auf die Seite gelegte V, dass über einer Note steht, bedeutet das diese Note lauter als die anderen gespielt werden. Bei einem V, dass um 180 Grad gedreht ist und über einer Note steht, bedeutet dass diese Note Satkkato gespielt wird, also kurz.

Ein musikalischer Akzent hebt eine bestimmte Note hervor. Das kann bedeuten, dass diese Note lauter gespielt wird als andere. Es ist aber auch eine akzentuierte Note wenn sie in einer lauten Phrase leise gespielt wird. Kurz, hebt sich eine Note hervor, ist sie akzentuiert.

Wie diese Note gespielt wird, also ob es eine in legato oder staccato akzentuierte Note wird, oder wieviel diese Note lauter gespielt wird, hängt vom Kontext ab.

Um einen Legatosound auf einer Trommel zu erzeugen, spielen wir einen größeren Stroke, also mit mehr Amplitude, aber halten dabei die Stöcke sehr lose. Diese Technik benutzt das Gewicht des Stockes und erzeugt dadurch mehr Resonanz.

Um einen mehr punktuierten Sound, einen Stakkatosound zu erreichen, werden die Stöcke fester gehalten und der Stroke mehr mit dem Handgelenk gespielt, bzw. kontrolliert.

Um einen Legatoakzent zu spielen bei einer großen Lautstärke, ist es nötig den ganzen Arm zu nutzen um mehr Gewicht in den Schlag zu bringen. Dabei bleibt die Bewegung entspannt. Wie viel Arm in Bewegung versetzt wird, hängt von der gewünschten Lautstärke ab und natürlich auch von dem Tempo des Stücks ab.

Der Spieler muß Strokes modifizieren können um den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden.

Für rhythmische Passagen ist eine kurze und schnellere Bewegung nötig. Dies wird erreicht mit einer schnelleren Bewegung vom Handgelenk, evtl. in Kombination mit einer schnappenden Bewegung des Mittelfingers.

Die ausgeführte Bewegung ist immer abhängig von der gewünschten Lautstärke und dem Tempo. Ein Akzent in Piano hat ein anderes Verhältnis der oben aufgeführten Techniken, als ein Akzent in Forte.

Oft wird ein Akzent am Ende eines Rolls gespielt und dies beinhaltet besondere Schwierigkeiten weil es nicht viel Zeit gibt um den Akzent vorzubereiten und dann auszuführen. So ein Akzent erfordert einen sehr schnellen punktuierten Stroke mit einer schnellen schnappenden Aufwärtsbewegung vom Fell weg. Hierbei muß darauf geachtet werden, den Roll zum Akzent hin, nicht schneller werden zu lassen.

Special Effects on Drums

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Neben den unglaublich vielen Aufgaben die ein Drummer oder Perkussionist zu spielen hat, gibt es auch einige spezielle Schläge, Sounds und Effekte, die regelmässig gebraucht werden, bzw. von der Musik angefragt werden.

Trommeln können auch mit zwei Stöcken gleichzeitig gespielt werden. Dabei können die Stöcke exakt gleichzeitig auftreffen und es gibt einen etwas lauteren und anderen Sound, oder sie werden gleichzeitig gespielt mit lockerer Handhaltung und treffen aber kurz hintereinander auf. Das ergibt dann eher einen kratzigeren, offeneren Sound und ist gut für Pop, Rock und Jazz einzusetzen.

Eine Trommel in der genauen Mitte anzuspielen, ergibt einen trockenen Sound mit wenig Obertönen. Selten, denn im prinzip wollen wir ja die vielen tollen Obertöne der Trommel hören um einen volleren Sound zu haben, aber eben doch manchmal erwünscht.

Einen sogenannten „toten Schlag“ ergibt sich wenn wir den Stock in das Fell hineinpressen, also somit den Rebound und die Resonanz komplett abwürgen.

Es gibt eine Vielzahl von Gegenständen die auf der Trommel einsatz finden können. Von der Quietscheente bis hin zur Fahrradkette kann alles probiert werden und z.B. bei experimenteller Musik eingesetzt werden.

Eine einfache und regelmässig eingesetzte Technik ist das Dämpfen der Trommel nach dem Schlag mit einer Hand oder einem oder mehreren Fingern. Je nachdem wie schnell und wie stark ich das schwingende Fell blockiere erklingt der Ton. Einen Einfluss hat auch, wo ich das Fell blockiere. Ob mehr in der Mitte oder mehr am Rand hat immer auch einen Einfluss auf den Ton.

Es kann auch etwas auf das Fell gelegt werden. Z.B. etwas raschelndes wie eine Kette oder Körner.

Mit dem Schlagzeugbesen lassen sich auch gut besondere Akzente erzeugen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Und natürlich können Trommeln auch mit der Handfläche oder den Fingern, also ganz ohne Stöcke oder Malletts, gespielt werden.

Den Kessel einer Trommel anzuschlagen ist oft ein sehr effektiver „Soundchange“.

Einen Gegenstand, z. B. auch einen Stick über die Trommel zu schleifen, ergibt sehr interessante Geräusche, Töne.

Zu guter letzt ein schöner Effekt mit zwei Stöcken. Der Eine wird mit der Spitze, dem Kopf, auf dem Fell gehalten und der andere schlägt diesen Stock an der Seite an. Dabei kann der Stock mit der Spitze im Fell noch gleichzeitig über das Fell gezogen werden.

Ich hoffe ich habe ein paar Anregungen zum ausprobieren gegeben.

Dynamik und Dynamik-Kontrolle für Drums

Mit einer angemessenen Lautstärke spielen zu können, ist eines der wichtigen Aufgaben von musikalischen Performern. Doch fähig zu sein mit dem richtigen Anschlag und dem gewünschten Sound bei allen dynamischen Leveln spielen zu können, benötigt eine gute Technik und viel Übepraxis.

Die Standard Lautstärken in der Musik sind die folgenden:

ppp=pianississimo=extrem leise

pp=pianissimo=sehr leise

p=piano=leise

mp=mezzo piano=mittel leise

mf=mezzo forte=mittel laut

f=forte=laut

ff=fortissimo=sehr laut

fff=fortississimo=extrem laut

Ein auf die Seite gelegter Pfeil über einer Note bedeutet, dass diese Akzentuiert gespielt wird, also etwas lauter.

Solche Pfeile über einen längeren Abschnitt gezeichnet und unter den Noten geschrieben, bedeuten diminuendo, langsam leiser werden oder crescendo, langsam lauter werden.

Der linke Pfeil bedeutet crescendo, der rechte Pfeil des Fotos bedeutet diminuendo.

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Ganz wichtig ist zu wissen, dass es keine absoluten Lautstärken für diese Zeichen gibt, sondern sie sind immer ein Verhältnis zur Musik und den anderen dynamischen Noten die gespielt werden. Abhängig vom spielenden oder vom dirigierenden Musiker.

Um eine gute Dynamikkontrolle spielen zu können, muß die Bewegung zwischen Handgelenk und Unterarm gut ausbalanciert sein. Das Zusammenspiel, die Stärke der Bewegung und die Amplitude verändern sich, werden der Aufgabe angepasst. Im Allgemeinen brauchen laute Noten einen größeren Stroke und leisere einen kleineren Stroke.

Eine wichtige Technik um gute Dynamik zu spielen, ist die Upstroke-Technik. Wir schlagen die Trommel nur an und werden vom Rebound wieder in die Höhe zurück gebracht. Das ist eine der effektivsten Techniken und wird öfter gebraucht als in die Trommel hineinzuspielen. Genauso wie ein Ball sofort wieder zurückspringt wenn er aufgeschlagen hat. Insofern ist die Arbeit das „Lifting“, also das Abheben des Stockes und nicht so sehr, dass nach unten spielen. Für den Weg nach unten lassen wir den Stock einfach gezielt fallen.

Das Abheben des Stocks vom Aufschlagpunkt kann in vielfältiger Weise geschehen und wird je nach gespielter Trommel und Musik angepasst.

Auch die Finger spielen beim Dynamikspiel eine große Rolle denn sie sind das „Finetuning“, der letzte Schliff, der Technik. Dazu gehört als allererstes, dass der „Fulcrum“, also die Stelle an der der Stock zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten wird, stabil ist. Für meine Schüler zeige ich dafür oft auf das Scharnier meiner Studiotür. So ähnlich funktioniert der Fulcrum. Mit Ihm steht und fällt die Dynamikkontrolle. Das aufeinander abgestimmte Duo Handgelenk und Unterarm, spielen dann diesen Fulcrum oder auch Griffpunkt, zur gewünschten Lautstärke. Die Finger sind das letzte Glied ist diesem Ablauf und ermöglichen Extreme Schläge und Lautstärken in beide Richtungen, also zu laut hin oder zu leise hin.

Jazzfest Berlin 2019-Sonntag, letzter Tag

Der Sonntagabend stand ganz im Zeichen von Anthony Braxton, dem Themengeber des Berliner Jazzfestes 2019 .

Zuerst gab es um 15.30 uhr eine Diskussion um seine Art und Weise mit Musik umzugehen.

Später am Abend dann um 20.45 uhr gab es das zugehörige Konzert „Anthony Braxton’s Zim Musik“. Das Ensemble bestand aus ihm an den Saxophonen, Alto, Soprano und Sopranino, einer weiteren Saxophonistin, Ingrid Laubrock, am Tenor, und Baritonsaxphon, die Geigerin Erica Dicker, Jaqueline Kerrod und Brandee Younger an zwei Harfen und der Tubist Dan Peck, vervollständigten die Gruppe.

Bevor Anthony’s Ensemble auf die Bühne trat, hatte endlich das KIM COLLECTIVE seinen großen Auftritt mit ihrer „A Kim Collective Fungus Opera. “ Und da haben sie sich ganz schön was einfallen lassen. Im großen und ganzen eine tolle Aufführung wenn es nicht auf dem Jazzfest gewesen wäre. Die Performance befand sich zwischen Tönen und Theater, aber nicht so sehr im Bereich Jazz.

Zum Ende entstieg der Pilz dem bespielten Terrain. Auch witzig, aber zu theatralisch für diese Veranstaltung, wie ich finde.

Das letzte Konzert gab Marc Ribot an der Gitarre mit Nick Dunston Bass, Jay Rodriguez an Saxophon und Flöte, sowie Chad Taylor an den Drums. Eins der wenigen Jazzvertreter aus den USA auf dem Jazzfestival in diesem Jahr.

In der Pause zwischen Anthony Braxton und Marc Ribot, wurde eine Film gezeigt mit dem Namen The Lost String.

Das das Jazzfest neben der Hauptbühne auch noch das A-Trane und das Quasimodo bespielt, ist ja schon lange so und eine feste Tradition. Doch seit letztem Jahr werden weitere Versuche unternommen, dass Jazzfest aufzupeppen und mit aller möglichen Zusatzveranstaltungen, Theatereinlagen, Kochevents und mehr Querveranstaltungen attraktiver zu gestalten. Ob das nötig war oder ist, können wohl am besten die Ticketverkäufer beantworten. Für mich schien das Berliner Jazzfest eigentlich immer ausverkauft zu sein. Aber so gehörten in diesem Jahr als neues Zusatzangebot die Kiezkonzerte zum Jazzfest. Dies bedeutete, dass Konzerte an vier aussergewöhnlichen Orten statt fanden. Das war einmal ein Friseursalon, ein Wohnzimmer, eine Galerie und eine Weinhandlung. Leider konnte ich keines dieser Veranstaltungsorte besuchen und hoffe im nächsten Jahre darüber berichten zu können, falls es nochmal so stattfindet. Da das Ganze morgens um 11 uhr begann, ist es auch gut in den Tag zu integrieren.

Das Jazzfest ist nun schon wieder eine Woche vorbei und für mich stellt sich die Frage ob ich, oder wer auch immer es besucht, das neue Format gut findet oder nicht, bzw. ob es das Jazzfest belebt und also weiter in die Zukunft trägt, oder ob einfach viel zu viel passiert, denn Jazzliebhaber wie ich, möchten eigentlich nur gute Musik hören, und auf einem Jazzfest ganz expliziet Jazz.

Jazzfest Berlin 2019- Samstag Abend

Samstag ist ein guter Tag um sich ausgiebig mit Jazz zu umgeben und den Tag auf dem Jazzfest zu verbringen. Und der hat begonnen mit einem Film über Ornette Coleman, „Ornette: Made in America“, ein Film von Shirley Clarke. Der Film wurde in der Kassenhalle gezeigt.

Danach ging es weiter mit einer Diskussionsrunde im oberen Stockwerk. Als erstes waren Joachim Kühn, Mette Rasmussen und Guilhermo Granado eingeladen sich über „Back to the Future – Soziale Utopie“ zu unterhalten.

Ein Vorwort zu dem Thema kam von Felix Klopotek. Hierbei ging es darum in wie weit Musik soziale Strukturen verändern oder beeinflussen kann. Joachim Kühn hat dabei den Nagel auf den Kopf getroffen: Wenn ich Musik mache möchte ich einen leeren Kopf haben und dann kann es mich nicht interessieren ob oder was sie bewirkt.

In der zweiten Runde sprachen Anthony Braxton und James Fei auch über dieses Thema. Hier moderierte Diedrich Diedrichsen, er ist Kulturwissenschaftler, bekannter Kritiker, Journalist, Kurator, Autor, Essayist und auch Hochschullehrer.

Anthony sprach darüber, dass seine musikalische Arbeit für ihn auch Halt für sich selbst bedeutet und seinem Leben einen roten Faden gibt, eine Aufgabe die es gilt voranzutreiben.

Um 18 uhr begann die Konzertreihe auf der großen Bühne für den heutigen Abend. Eröffnet wurde es von Eve Risser aus Frankreich die an einem „prepared upright piano“ ihre Solokomposition spielte. Der Sounddesigner Adrian Bourget hatte einen Anteil an der Performance ohne selbst mit auf der Bühne zu stehen. Ich bin zwar nicht der größte Freund von elektronisch aufgepeppter Musik, empfand das Solokonzert aber als Hörgenuss. Eve Risser erspielte sehr schöne Klangfarben und Rhythmen und auch die Verbindung zur Elekrtonik fühlte sich selbsverständlich an. Kann ich nur empfehlen.

Der Trompeter Ambrose Akinmusire kam nach ihr mit seinem Konzert „Origami Harvest“ auf die Bühne. Das Quartett aus Trompete, Gesang, Piano und Schlagzeug wurde von einem Streichquartett, bestehend aus drei Geigen und einem Cello, ergänzt. Sicher ein schönes Konzert aber leider auch nicht sehr Jazzig. Der Beat war in geraden Achteln und die Melodien und Harmonien auch eher im Pop angesiedelt als im Jazz. Schade, denn der Trompeter kann auch richtig Jazz…

Endlich die ersten zwei Jazzharmonien hintereinander auf diesem Festival. Gekommen sind sie von der HR-Bigband und auch die ersten Jazzrhythmen wurden von dem Schlagzeuger der Bigband und von dem bekannten Gastschlagzeuger Joey Baron gespielt. Sie hatten sich im Spiel abgewechselt. Die Bigband mit Ihrem Schlagzeuger spielte das Thema und Joey Baron improvisierte ausgiebig mit dem Quartett auf dem Foto weiter unten.

Auch wenn mit Michel Portal an der Klarinette und Joachim Kühn am Klavier ein sehr europäisch improvisierter Sound kreiert wurde, so war es für mich doch das erste Konzert auf dem Jazzfest das nach Jazz klang.

Nicht im Vordergrund aber der wichtigste Mann in der Musik sind die Bassisten und mit dabei im Quartett war der hervorragende Francois Moutin, der neben vieler schöner Töne ein interessantes Solo gespielt hat.

Im oberen Foyer performten wieder die Musikkünstler Kim Collective und in der Kassenhalle, zu denen, wegen der begrenzten Raumkapazität, nur begrenztes Publikum zutritt hatte, das Trio „Melez“, eine Trio mit Cansu Tanriculu als Sänger, Drummer Jim Black und Elias Stemeseder an den Keyboards.

Zum Abschluss um 22.30 Uhr gab es das „Late Night Lab 2“. Drei Bands, bestehend aus europäischen Musikern, die wohl gleichzeitig improvisierten. Ich war aber persönlich nicht dabei. Vielleicht höre ich mir dieses „neue Format“ im nächsten Jahr an. Aber wer weiß was sich Nadine Deventer noch so alles einfallen und dann einbauen lässt in das Berliner Jazzfest.

Jazzfest Berlin 2019, Freitag Abend

Nach einem Künstlerinnengespräch mit Angel Bat David, Liz Kozack, Peter Knight, Jean Cook und Emma Warren, eröffnete der Schlagzeuger Christian Lillinger das Jazzfest auf der Großen Bühne am Freitag Abend.

Die große Bühne wurde übrigens ganz anders gestaltet als die Jahrzehnte davor. Was genau dahinter steckte habe ich nicht erfahren. Einen Vorteil habe ich im Großen und Ganzen nicht gesehen, allerdings mag ich es wenn das Publikum nicht zu einer Bühne aufschauen muß, sonndern es sich mit den Musikern auf einer Ebene trifft und die Musiker mittendrin sind. Aber auf der anderen Seite, also „hinter der Bühne“ war es kalt, das Licht war nicht wirklich gut und die Akkustik hatte sich eher verschlechtert. Das Haus der Berliner Festspiele ist eben nicht dafür konzipert worden. Aber warum sollte so etwas nichtmal probiert werden ?

Christian Lillinger wurde schon mehrmals zum Jazzfest eingeladen und begeisterte mit den unterschiedlichen Projekten das Publikum. Es wurde komponierte Musik gespielt, die allerdings wieder sehr freie Improvisation beinhaltete.

Anschliessend kam das Australien Art Orchester auf die Bühne und leider gab es immer noch wenige Jazzharmonien oder Rhythmen zu hören. Das Konzert war interessant und sicher von hoher Qualität, allerdings hätte auch dieses Ensemble besser auf ein Avantgardefestival gepasst.

Im oberen Stockwerk wurde „der Pilz“ vom KIM COLLECTIVE bespielt. Die in Berlin ansässige Band, die auch schon im letzten Jahr auf dem Jazzfest zu Gast war, widmete sich in diesem Jahr dem Pilz und seinen Sporen. Das ging sogar soweit, dass neben dem großen Pilz tatsächlich auch Pilze gekocht und zu Frühlingsrollen oder Spießen verarbeitet wurden.

Das kleine Mädchen hatte auf jeden Fall Spaß am Pilz.

In der Kassenhalle konnten sich der neue Shootingstar Angel Bat Dawid & the Brotherhood so richtig austoben und ausheulen. Musikalisch avancierte die Musik zwischen Gospel und NewOrleans.

Zur späten Konzertstunde um 22.30 uhr wurde dann lustig weiter improvisiert mit dem neuen Format „Late Night Lab 1“. An diesem Abend bedeutete es, dass drei Trios gleichzeit spielten und ihre Musik miteinander in Kontakt trat.

Natürlich haben alle Performer, die bisher ihr Bestes auf den Bühnen gegeben haben, ein hohes Niveau, trotzdem stellt sich die Frage ob die ausgewählten Künstler wirklich für ein Jazzfest geeignet sind. Zumal es nicht nur einmal einen Auftritt gab der eigentlich der Avantgarde oder der Zeitgenössischen Musikkunst oder ähnlichem zugeordnet werden mußte, sondern eigentlich fast alle die bisher aufgetreten sind. Schaun, oder besser hören wir mal, wie es weiter geht auf dem Jazzfest.

Jazzfest Berlin 2019-Eröffnung im Martin Gropius Bau

Das Berliner Jazzfest 2019 findet vom 31. 10.-3.11.2019 statt und trägt in diesem Jahr den Titel „A Mother’s Work is Never Done“ . Am Donnerstag Abend fand die Eröffnung ungewohnter Weise im schönen Martin Gropius Bau statt.

Der unbeirrbar kreative Anthony Braxton, Komponist, Multiinstrumentalist, Pädagoge und eine überragende Größe auf dem Gebiet der kreativen Musik, verwandelte am Donnerstag Abend den Martin Gropius Bau in einen Ort des „Sonic Genome“. Sozusagen in eine „Schallzelle“ die wachsen und abebben kann. Mit 14 Musikern aus seinem Umfeld und 39 Musiker/innen aus der Berliner kreativen Jazzszene, ließ er über einen Zeitraum von 6 Stunden den Martin Gropius Bau bespielen. Die Musikvorgaben sollten hier nicht zu genau genommen werden. Schon in interaktion aber doch ganz mit individuellen Entscheidungen. Es gab Vorgaben, an die sich aber kein Musiker verpflichtet fühlen mußte. Sie konnten beachtet werden oder auch nicht. Genauso konnten sich Gruppen bilden oder auseinandergehen. Die Gruppen konnten miteinander kommunizieren und agieren, oder auch nicht.

Und genauso durfte sich auch das Publikum verhalten. Es konnte entscheiden wo es stehen bleibt, zuhört, weitergeht, ignoriert oder partizipiert. Die derzeitige interessante Ausstellung war während der ganzen Zeit geöffnet und konnte besichtigt werden. So trat dann auch die visuelle Kunst mit der höraren in Kontakt, denn die Musik drang in alle Räume und überschnitt sich auch mit den Klanginstalationen der Ausstellungsräume.

So wanderten die Musiker mit Instrument, Notenständer und Rucksack umher, hatten immer ein Notenblatt vor sich und zauberten die ungewöhnlichsten Klänge aus ihren Klangkörpern.

Im Innenhof des Martin Gropius Bau stand dieses Kunstwerk was meine Aufmerksamkeit auf sich zog und mich immer wieder zum Auslösen der Kamara inspirierte.

Alles in allem eine gelungene Musikperformance in einem der schönsten Gebäude die Berlin dafür zu bieten hat. Nur der Jazz hat leider gefehlt. Ob das dann der richtige Einstieg in ein Jazzfestival ist, ist hier die Frage. Zumal solche Veranstaltungen in Berlin sowiso schon sehr verbreitet sind.

Heute am Freitag geht es dann weiter, wieder an den üblichen Orten wie das Berliner Festspielhaus in Charlottenburg, dem A-Trane und anderen Musikplätzen.

Schlagzeuginstrumente und ihre Hardware

Ein gutes Schlagzeug kann ein Leben lang halten ohne jeden Schaden zu nehmen, wenn es richtig gepflegt und behandelt wird.

Ich stelle aber immer wieder fest, dass oftmals das Verständnis für den Umgang mit dem Schlagzeug, dem Modern Drum Set, bei den Nutzern des Instrumentes, oft fehlt, bzw. wird es nicht richtig behandelt und bald gibt es erste Probleme mit z. B. den Halterunger, der sogenannten Hardware.

Ein Schlagzeug besteht aus vielen verschiedenen Teilen und jedes dieser Teile braucht bestimmte Pflege und Behandlung.

Da haben wir als erstes die Kessel, die mit Fellen bespannt sind und wir haben Cymbals, die Schlagzeugbecken, die unsere Instrumente sind. Eventuell haben wir noch eine Cowbell oder andere perkussive Instrumente dazugestellt oder angebracht, diese sollen hier aber nicht im Focus stehen. Aber wir haben noch ein Bassdrumpedal, das sehr wichtig ist und separat überdacht werden sollte, und zu guter letzt wird dann alles von der sogenannten Hardware zusammengehalten. Und da es richtiggehend Arbeit ist das ganze Ensemble kennen zu lernen und auf uns einzustimmen, möchten wir das es lange bei uns bleibt und in dieser Zeit gut funktioniert, schön aussieht und einen gepflegten Eindruck macht.

Zum Transport sollten alle Teile nur in den dafür bestimmten „Cases“ transportiert werden. Das verhindert z.B. Kratzer an den Kesseln und auch sonstige durch den Transport verursachte Beschädigungen.

Die Kessel sind normalerweise recht unempfindlich, sollten aber keiner Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Diese kann auf Dauer in das Holz eindringen und dann den Klang verändern. Für die Oberfläche von Holzkesseln gibt es zum Putzen Spezialreiniger und wer ein schönes Holzfinish hat, möchte es damit unbedingt ab und zu säubern und pflegen. Folienbespannte Trommeln sind da nicht so empfindlich und können mit einem einfachen Spülmittel ab und zu vom Staub befreit werden.

Gute Cymbals sind eigentlich unverwüstlich. Sie dürfen aber nicht ständig mit Metall in Berührung kommen. Das ist z.B. dort der Fall wo sie auf dem Beckenständer aufgehängt sind. Der Kontakt sollte mit einem Plastikröhrchen geschützt werden, sonst „Nudeln“ sie an der Aufhängung aus und mit der Zeit können dann dort auch Risse entstehen. Ansonsten ist der größte Feind eine schlechte Technik. Ständige falsche Anschläge können die Cymbals zum reißen bringen. Ansonsten freut sich auch ein Cymbal über eine Spezialpolitur. Wird das nicht gemacht, ist das zwar nicht schädlich, aber mit der Zeit kann sich der Sound durch die „Staubpatina“ verändern.

Die Mechanik des Bassdrumpedals muß regelmässig gesäubert, gepflegt werden. Es soll reibungslos funktionieren und dafür muß es von Dreck und Staubresten befreit und die Mechanik auf lose Schrauben und ähnlichem überprüft werden.

Die Hardware darf im wahrsten Sinne des Wortes nicht „gezwungen“ werden. Ich erlebe oft, dass im „Eifer des Gefechts“ die Hardware, also die Halterungen für Toms, Cymbals und Hi-Hatbecken, mit Muskelkraft angepasst wird. Das ist der Anfang vom Ende einer funktionierenden Hardware. Die Folge ist, dass sich das Gestänge verkantet, verzieht und bald nicht mehr stabil ist. Zum Anpassen der Halterungen muß darum darauf geachtet werden, die Schrauben immer genügend zu öffnen, damit die gewünschte Stange nach oben oder unter verschoben werden kann. Gut behandelt hält auch einfach gestrebte Hardware immer und ewig, zumindest so meine persönliche Erfahrung. Fürs visuelle freut sich natürlich auch die Hardware über einen Frühjahresputz.

Salsa und Reggaeton

Ich habe hier diese zwei Musikstile ausgewählt , weil sie sowohl die Eine als auch das Andere Seite Lateinamerikanischer Musik darstellen. Damit meine ich auch die Komplexität der Rhythmen. Während dem Reggaeton ein einfacher, leicht zu tanzender und zu verstehender Rhythmus zu Grunde liegt, ist der Salsa ein komplizierter Rhythmus mit vielen Synkopen und Akzenten. Während Reggaeton Einflüsse aus Rap und Reggae in sich aufgenommen hat, entwickelte sich der Salsa aus der Rumba und dem Jazz.

Der Trend Reggaeton verbreitete sich wie ein Lauffeuer nicht nur in Kuba und Lateinamerika sondern erstaunlicher Weise auch in ganz Afrika und wurde zu einem der beliebtesten Discotänze und Musik. Mit seiner Einfachheit und seinem deutlichen Beat kann er schnell aufgenommen,- und auch in mehr oder weniger wachem Zustand, getanzt werden. Natürlich handelt auch dieser Musikstil von Themen wie Liebe, Hass und Untreue. Über seine Einfachheit kann er die Gesellschaft wiederspiegeln deren Themen Machismo, Drogen, Gewalt und Politik ist. Die Leidenschaften werden so zu einer Musik deren Energie direkt von der Wirklichkeit der Straße kommt. Reggaeton zu tanzen ist einfach und kann individuell von jedem interpretiert werden. Ein Bein folgt auf das andere und dabei kann die eigene Stimmung, egal ob Aggressivität oder Freude in die Gestik des Tanzes miteingebracht werden. Laziv die Hüfte dabei zu schwingen ist dabei aber immer eine gute Idee.

Salsa ist ein Konglomerat aus Jazz und Lateinamerikanischen Rhythmen und hat durch die Vielfalt an komplizierten syncopierten Rhythmen, komplexen Jazzharmonien- und Melodien einen intellektuellen Charakter. Diese Mischung konnte nur in einem Schmelztiegel wie New York zustande kommen. Hier trafen Menschen aus aller Welt zusammen und so konnte auch der Salsa mit Rhythmen aus aller Welt, bzw. aus den Teilen die „harmonisch strukturiere Musik“ haben, entstehen. Salsa steht und fällt mit den syncopierten Rhythmen. Salsa bestitzt keine Clave, bzw. wird nicht um eine Clave herum gespielt……..Die vielen Akzente und syncopierten Töne werden oft von Bläsersätzen übernommen und natürlich darf die prägnante Trompetenmelodie möglichst nicht fehlen.

Beide Musikstile und Tänze haben ihren Reiz und sind je nachdem wo sie eingesetzt werden, Musik zur Freude der Tanzenden und Hörenden.

Musik Terminologie

Hier übersetze ich italienische Tempovorgaben ins Deutsche. Ich mag diese Art der Tempobeschreibung, denn sie erklärt zugleich das Gefühl was ein Musikstück haben soll. Besonders bei größeren Ensembles kann so, meiner Meinung nach, viel eher ein gemeinsames Feel erreicht werden, als mit einer Tempoangabe in Beats per Minute.

Accelerando = Langsam schneller werden

Adagio = Sehr langsam

Agitato = sehr bewegt, erregt

Alla Marcia = Wie ein Marsch

Allergando = Erweitert

Allegretto = Mittelschnell

Allegro = Schnell, Lebendig

Andante = Mittellangsam

Andantino = Ein bisschen schneller als Andante

Animato = Mit Animation

Appassionato = Passioniert

Assai = Sehr

A tempo = Im Originaltempo

Attaca = Ohne Unterbrechung

Bis = Wiederholen

Bravura = Mit Bravour , gute Technik zeigen

Brilliante = Brilliant

Calando = Langsam leiser und langsamer werden

Cantabile = Singend

Con Brio = Mit Leben

Con moto = Mit Bewegung, nicht drängeln

Con spirito = Mit Spirit, Geistvoll

Crescendo = langsam lauter werden

Da Capo (D.C:) = Vom Anfang

Dal Segno (D.S.) = Zurück zum Zeichen

Decrescendo = Langsam leiser werden

Diminuendo (Dim) = Lansam leiser werden

Dolce = Süß

Energico = Mit Energie

Esspressivo = Ausdrucksstark

Fine = Ende

Fuoco, con = Mit Feuer

Giocoso = Spielerisch

Giusto = Exakt

Grandioso = Grandios

Grazioso = Elegant

Grave = Sehr langsam und Feierlich

Larghetto = Langsam

Largo = Langsam und breit

Legato = In einer weichen gleichbleibenden Manier

Leggero = Leicht

Legiere = Leicht

Lento = Langsam

L’istesso tempo = In der gleichen Zeit, im gleichen Tempo

Loco = Genau wie aufgeschrieben

Ma = Aber

Maestoso = Majestätisch, würdig

Maggiore = Dur Tonart

Ma non troppo = Aber nicht zu viel

Marcato = marked, Akzentuiert

Marcia = In Marsch,-stil und tempo

Meno = weniger

Meno mosso = Weniger Bewegung und langsamer

Minore = Moll Tonart

Misterioso = Myteriös

Moderato = Moderat

Molto = Sehr, viel

Morendo = Dahin sterbend

Mosso = Mehr

Moto = Bewegung

Non = Nicht

Perdendosi = Langsam dahinsterbend

Pesante = Schwer, Gewichtig

Piu = Mehr

Poco = Wenig

Poco a Poco = Schritt für Schritt, allmählich

Pomposo = Pompös und würdig

Precipitando = Ungestüm

Presto = schnell , sehr schnell

Prestissimo = So schnell wie möglich

Quasi = Im Stil von, wie

Rallentando = Allmählich langsamer

Risoluto = Resolut, Fett

Ritardando (Rit.) = Langsam langsamer

Ritenuto = Zurückgehalten; z.B. plötzlich langsamer

Rubato oder Tempo Rubato = Ein absichtliche, zeitweise entfernung von einem genauen Tempo, dabei kann das entweder langsamer sein oder auch schneller.

Scherzando = Spielerisch, scherzhaft

Segue = Ohne Pause

Semplice = Einfach

Sempre = Immer

Senza = Ohne

Simile = Weiter in der gleichen Manier

Sostenuto = Aushalten

Spirito, con = Mit Spiritualität

Staccato = Sehr kurz

Subito = Plötzlich ohne Pause

Tempo primo = Fortsetzen des ursprünglichen Tempos

Tenuto = Halte das voll Volumen

Tacet = Nicht spielen

Tranquillo = Ruhig, Friedvoll

Tutti = Alle

Vivace = Lebendig, schnell

Vivo = Lebendig

Volti subito (V.S.) = Schnell umdrehen

Es ist ja klar, das die Begriffe dehnbar sind. Es kommt also letztendlich auf den Dirigenten, die Band, die Musiker an, wie diese Begriffe interpretiert werden. Auch steht Dynamik immer in einem Verhältnis. Ein „Forte“ in einem Musikstück hat nicht unbedingt die gleiche Lautstärke wie in einem anderen Stück.