elektronisches Drumset

ich suche einen schlagzeugkehrer in berlinViele meiner Schüler fragen mich zu Anfang, ob sie auch auf einem elektronischen Drumset spielen und üben können. Eigentlich ist am Anfang das Spielen auf einem akustischen Drumset richtig, da es aber ein lautes und auch großes Instrument ist, ist dies für einen Schlagzeuganfänger nicht immer möglich. Darum ist ein E-Drum eine gute Alternative. Inzwischen gibt es eine riesige Auswahl und auch die Qualität eines elektronischen Drumsets entwickelte sich rasant in den letzten Jahren zum positiven. Worauf also muß geachtet werden vor dem Kauf?

1.) Für mich ist das allerwichtigste, dass die Anschlagsflächen gut funktionieren. Das heisst, dass sie sofort reagieren, wenn der Stock auf die Fläche trifft. Also ganz genau so wie bei einem akkustischen Perkussionsinstrument. Als Anschlagsfläche gibt es viele verschiedene Materialien.

2.) Die Anschlagsfläche ist auf keinen Fall unwichtig. Es gibt sie aus Gummi und Mash. Mash ist eine Art Gitter, mit der die Anschlagsfläche bespannt ist. Natürlich gibt es innerhalb der 2 Materialien noch große Unterschiede in Qualität und Spielgefühl. Hier ist oft der Preis entscheidend. Wobei gilt: Je höher der Preis, desto besser das Anschlagsmaterial. Allerdings gibt es auch sehr günstige Modelle, die vollkommen ausreichen um mit dem Schlagzeugspiel zu beginnen. Letztendlich entscheidet hier das Budget.

3.) Zu jedem elektronischen Drumset gehört der Drumcomputer. Damit lassen sich die einzelnen Schlagflächen in unterschiedliche Sounds einstellen. Auch hier ist auf jeden Fall der Preis entscheidend. Möchte ich schöne Sounds, ist es leider das hochpreisige E-Drum. Aber auch hierbei ist schon eine erstaunliche Entwicklung geschehen und mit einem günstigen Modell gibt es eine Auswahl an Sounds für die Schlagflächen, die durchaus akzeptabel und – besonders für Anfänger – gut geeignet sind.

4.) Ein wichtiger Punkt bei der Anschaffung eines E-Drums ist dann auch noch die Einstellmöglichkeiten an der Hardware. Je besser es sich auf die Größe des Spielers einrichten lässt, umso angenehmer lässt es sich dann natürlich auch spielen. Hier muß jeder selber schauen und ausprobieren, ob das jeweilige Modell passt. Die “mega-günstigen” Modelle sind verständlicher Weise nicht so flexibel einstellbar wie die “mega-teuren”.  Aber je nach Statur des Spielers ist eventuell eins von den günstigen Modellen genauso gut wie eins der teuren.

Wenn ich hier von günstig und teuer schreibe, bezieht sich das auf eine Preisspanne von 300€ – 3000€. Ich habe Schüler die 1-2 Jahre sehr zufrieden mit dem E-Drum im unteren Preisbereich waren und ich denke, der Preis im oberen Bereich bleibt den Semi-Profis vorbehalten.

 

E-Drums
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One thought on “E-Drums

  • 8. September 2016 um 13:42
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    Ich habe damals mit einem Set für ca. 400 € begonnen (MPS 400 oder so ähnlich, von Thomann). Anfänglich war ich sehr zufrieden, mußte aber auch nach einiger Zeit feststellen, daß das Spielgefühl und die Sounds zu wünschen übrig ließen. Nach etwa 3 Jahren habe ich mir dann die Zeit genommen und bin zu Justmusic gegangen, habe mich mit allen, dort zur Verfügung stehenden Sets beschäftigt. Nach ca. 4 Stunden konnte ich mich dann auch endlich entscheiden.
    Die Sets mit den Gummipads spielen sich eher wie die Übungspads. Da waren die Mashfelle eine ganz andere Hausnummer. Das Spielgefühl ist auf jeden Fall realistischer. Es gibt auch einige Sets, da ist die Snare mit Mash bespannt und die Toms in Gummi ausgeführt. Je nach dem, wieviel Geld man zur Verfügung hat, kommt dann die Wahl des Drumcomputers dazu. Bei den gemischten Sets (Mash/ Gummi) hat zum Beispiel Roland Computer, an denen man nur die vorhandenen Elemente anschließen kann. Diese Verkabelung ist fest am Drumcomputer angeschlossen. Das hat mich abgeschreckt, da ein Kabel auch mal kaputt gehen kann.
    Meine Wahl ist dann auf ein Drumset von Alesis gefallen. Ich habe das DM10 Studio Mash gekauft. Es liegt im preislichen Rahmen von ca. 1000 €. Das Rackgestell hat viele Möglichkeiten der Einstellung auf die Körpergröße. Das Spielgefühl ist daher ähnlich wie an einem Akustikset. Der Drumcomputer bietet eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten für die Anschlagdynamik, den Klang, individuelle Lautstärke der Einzelkomponenten, Übersprechen der Einzelkomponenten. Zusätzlich kann man auf jeder Tom oder auch auf der Snare den Rim mit einem eigenen Sound belegen, was die Klangvielfalt ungemein erhöht. Allerdings benötigt man für all diese Einstellungen viel Zeit, denn sie sind teilweise doof beschrieben. Erwähnt werden muß auch, es gibt 3 Becken, von denen die Crash mit 2 Zonen und Choke belegt sind und das Rede als 3 Zonen ausgelegt sind, was ein Spiel mit der Glocke zulässt.
    Bei Fragen könnt ihr mich gerne kontaktieren.

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