Musiker/in als Beruf

142px-Bb-Kornett in Musiker/in als Beruf Ist der Musikerberuf ein Traum- oder Albtraumberuf? Diese Frage stand 2015 im Mittelpunkt der Fachtagung der Berufsverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dieses heikle Thema wurde unter dem Titel “Freischaffende Musiker und Solisten im Spannungsfeld zwischen Berufung und Existenz”, verhandelt.

Junge angehende Musiker denken wohl eher selten daran, ob sie als Berufsmusiker/in finanziell abgesichert sein werden. Sich mit Musik beschäftigen zu können, ist eine große Freude und da es ja durchaus gute Verdienstmöglichkeiten gibt, wird sich mit viel Energie in die Ausbildung zum Musiker/in gestürzt. Die Zukunft sieht allerdings nicht für jeden ein prall gefülltes Portemonnaie vor. Und u.a. gehört auch etwas Glück dazu, sich unter den vielen Berufsanwärtern durchzusetzen und z.B. eine von den wenigen sicheren Festanstellungen zu ergattern. Im Gegensatz dazu steht vor Berufsbeginn eine langjährige intensive Ausbildung.

Schauen wir uns diese mal genauer an. Es beginnt immer mit privatem Musikunterricht und der beginnt meist im Kindesalter. Bei Lust und Eignung folgt eine umfangreichere studienvorbereitende Weiterbildung und dann, nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung, ein mindestens 3 Jahre umfassendes Musikstudium. Die Gesamtausbildungszeit umfasst im Durchschnitt 10 Jahre. Das gilt für Musiker im Jazz-Rock-Pop Bereich genauso wie für Musiker der ernsten Musik.

Da der Existenzdruck immer mehr wächst, werden die Spielkenntnisse oft um pädagogische erweitert und die Solistenkarriere in eine Musiklehrerkarriere umgewandelt. Dadurch verschwinden viele Solisten gänzlich vom Musikmarkt und leider mit Ihnen auch die Erfahrungen, die sie sich schon erarbeitet haben. Viele müssen sogar darüber hinaus ihre Tätigkeit ganz abseits der Musik suchen.

Auf der D-A-CH Tagung, die vom Bundesministerium, dem bayrischen Staatsministerium, der Stiftung Bayerischer Musikfonds und der Hanns-Seidel-Stiftung finanziert wurde, sollen angeblich neue Impulse und Lösungsansätze gefunden worden sein. Nur welche das genau sein sollen, bleibt unklar. Wichtig sei es, die Rahmenbedingen für Berufsmusiker zu verbessern, wurde verlautbart. Als Mitglied dieser Berufsgruppe bleibt einem nichts weiter übrig, als darüber zu lächeln.

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