Schlagzeug üben leicht gemacht

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Mädchen trommeln gut!

Jeder Mensch lernt unterschiedlich. Was gelernt werden muß, um Schlagzeug zu spielen, richtige Technik, Rhythmus-Begleitung, Time Keeping usw., ist klar, aber wie es sich jeder aneignet, hängt ganz von der Person selbst ab. Manche lernen von Beginn an regelmäßig, andere haben es schwer, 1x in der Woche zu üben. Darum habe ich für alle, die ein Musikinstrument lernen, aber mit dem Üben hadern, Tipps und Tricks parat.

Musik ist eine Sprache und fast genauso, wie wir Englisch lernen, lernen wir auch ein Musikinstrument. Das bedeutet, je regelmäßiger und öfter ich in kleinen Einheiten übe, umso größer sind die Fortschritte. Auch die Übesession selbst kann in kleine Abschnitte eingeteilt werden, denn der Lernprozeß findet tatsächlich in den Pausen statt. Also, während wir schwitzen und uns anstrengen, um einen neuen Groove, eine neue Technik oder ein Trommelsolo einzustudieren, kann es nicht abgespeichert werden. Wir tun es ja gerade… Kommt dann die Pause, verarbeitet unser Nervensystem das Geübte und mit seiner Fähigkeit jede Aktivität zu speichern, steht es uns dann zur Verfügung. Es ist also nichts dagegen einzuwenden, wenn wir uns nach kurzer Lerneinheit, uns unserer Tasse Kaffee oder Tee zuwenden.

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Schlagzeug spielen

Leider speichern unsere Muskeln und Nerven alles ab. Wirklich Alles !  Inklusive Fehlstarts, falscher Technik, ungenauem Rhythmus usw… Deshalb gilt: wenn üben dann nur konzentriert üben ! Wird während des Übens an den Einkauf fürs Abendessen gedacht, oder welches Geschenk ich für den Freund oder die Freundin besorge, ist es besser, wieder zur Kaffee- oder Teetasse zu greifen.

Die Frage ist jetzt natürlich, was ist eine kurze Zeit? Und merke ich überhaupt gleich, dass ich unkonzentriert bin?  Diese Fragen sind gute Fragen und es lohnt sich, darüber nachzudenken. Wie oben schon geschrieben, lernen nicht alle Menschen gleich und so ist für jeden eine kurze Zeit eine andere Zeit. Es scheint, dass das Üben auch geübt werden muß und das ist ganz richtig. Besonders diejenigen, die mit dem Schlagzeug Ziele haben oder Spaß daran, sich weiter zu entwickeln, sollten genau überlegen, wie viel Übung sie vertragen. Eine Möglichkeit daran zu arbeiten und die eigenen Lernprozesse zu verfolgen, ist z.B. Buch darüber zu führen. Schon allein das Aufschreiben wird helfen, die eigene Übefähigkeit kennen zu lernen.

Eine andere Möglichkeit ist die “5 Minuten-Routine”. Die empfehle ich allen meinen Schlagzeugschülern, die Schwierigkeiten haben zu üben. Entweder sich überhaupt an das Schlagzeug zu setzen, oder einfach nicht aufhören können, wenn sie dann mal am Schlagzeug sitzen und spielen. Aber auch für alle anderen ist die  “5 Minuten-Routine” lohnenswerte 5 Minuten Übezeit. 5 Minuten lassen sich gut in jeden Tagesablauf integrieren. Z. B. selbst vor einer Geburtstagsparty oder vor dem Abendessen. Dazu stelle ich mir eine Uhr (z.B. eine Eieruhr) auf 5 Minuten ein und ich muß dann nichts weiter tun als diese  Zeit gedanklich oder mit einer Schlagzeugaufgabe zu verbringen. Was oder wieviel in dieser Zeit passiert, ist dabei völlig unerheblich. Klingelt die Uhr, ist es Pflicht, die Übezeit zu beeenden. Nochmal: Aufhören, egal was oder wie viel ich in der Zeit geschafft habe. Diese 5 Minuten werden früher oder später zur Routine und es kann 1 Minute dazu genommen werden und dann 2, 3 usw… Für Schüler, die nicht aufhören können, wenn sie erstmal angefangen haben zu spielen, gilt dasselbe. Sie sollen beim Klingeln aufhören zu üben, mindestens vom Schlagzeug aufstehen, eine Runde um den Block laufen und sich in der Zeit fragen, ob sie in den 5 Minuten konzentriert waren oder schon an etwas anderes gedacht haben.

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