Latin Percussion Instruments

Der Ursprung aller Latin Musik könnte die 6/8tel Clave der Afrikaner sein. Das weiß wohl niemand so genau, aber es ist auf jeden Fall auch so, dass die Musik einen strengen durchlaufenden Rhythmus als Leitfaden, eine sogenannte Clave, besitzt. Der rhythmische Schwerpunkt der meisten Latin-Musik ist allerdings binär.

Ich möchte Euch typische Latin Perkussion Instrumente vorstellen.

Claves

Die Musik des gesamten Latin-Ensembles wird an den Rhythmus, den die Claves spielt, angepasst. Das Instrument wird durch Aufeinanderschlagen gespielt, wobei die eine Hand einen Klangstab so hält, dass sie einen zusätzlichen Resonanzkörper bildet. Der andere Klangstab schlägt diesen dann von oben an.

Klanghölzer

Maracas

Es gibt drei Materialien für die Maracas: Natural Gourd, Holz und Plastik. Sie sind rund oder oval und gefüllt mit Reis oder ähnlichen Materialien. Am besten sollten sie in Kombination der beiden Formen gespielt werden.

kalabasse

 

Metall Shaker

Im Gegensatz zu den Maracas ist der Körper, wie der Name schon sagt, aus Metall, hat die Form eines Rohrs und wird Waagerecht gehalten gespielt.

shaker

Cabasa (Afuche)

Die Cabasa hat Perlen die über einen Wiederstand, gedreht werden. Die Afuche ist eine neuere Version und alle Teile bestehen aus Metall. Dieses Instrument wird hauptsächlich in Sambas und Merengues gespielt.

afuche

Guiro

Die Guiro kann aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Mit dem Scraper werden lange und kurze Noten abwechselnd gespielt.

parcussioninstrument

Cowbell

Die Größe der Cowbell, auf deutsch Kuhglocke,  kann von 2″ bis 12″ variieren. Auch gibt es viele verschiedene Anschlagsflächen, je nachdem ob der Klang offen oder eher gedämpft sein soll. Dies kann noch zusätzlich, dadurch wie die Hand die Glocke hält, beeinflußt werden.

kuhglocke

 

Jawbone/ Vibraslap

Ursprünglich wurde das Instrument tatsächlich aus dem Gebiss von Tieren hergestellt, zum Glück haben wir inzwischen das Vibraslap, das aus Holz und Metall gebaut ist. Das Vibraslap erzeugt seinen Klang durch Vibrieren.

eselsgebiss

Triangel

Wer die Triangel spielen muß, ist meist nicht sehr glücklich darüber… dabei ist es so schön, mit ihr feine Akzente zu setzen. In der „Latin Music“  hat die Triangel festgelegte Rhythmen für jeden Stil (Bossa Nova, Bolero, Light Rock, Samba).

merengue

Bongos

Bongos bestehen aus 2 kleinen Trommeln, die entweder an einem Ständer montiert, oder zwischen den Knien gehalten werden. Die Trommeln haben die Größen von 6″ und 8″ und normalerweise eine Tiefe von 5,5″. Bongos werden mit dem Daumen, dem Zeigefinger, oder dem Mittelfinger gespielt. Besondere Rhythmen und Klänge der Bongos sind Rolls und Rimshots.

trommel

Timbales

Timbales bestehen aus mindestens zwei Trommeln ohne Resonanzfell und der Kessel ist immer aus Metall. Die Größen sind 13″x6,5″ , 14″x6,5″ und 15″x6,5″ . Timbales werden mit relativ dünnen Sticks gespielt.

latinmusic

 

Congas

Eine  Conga kann verschiedene Größen haben,sie variieren von 8″x22″ bis 12″x30″.  Oft werden drei Congas zu einem Set zusammengefügt. Die Kleinste heisst dann Quinto, die Mittlere Conga und die Größte Tumbadora.

latinmusic

Keyboard Percussion Instrumente

Leider wird an deutschen Schulen kaum Perkussion unterrichtet. Darum wissen viele meiner neuen Schlagzeugschüler nicht einmal, was eine Marimba ist und wie sie aussieht. Hier stelle ich typische Keyboard Perkussions Instrumente für das Orchester vor.

Keyboard Perkussions Instrumente sind:

Das Glockenspiel

Musikalische Früherziehung kennen wir aus Kindertagen und haben sicher schon mal eines angeschlagen. Die Glockenspiele für Orchester müssen allerdings durchsetzungsfähiger sein, haben 2,5 Oktaven und werden mit Mallets aus hartem Plastik, Acryl, Brass oder Aluminium gespielt.

 

oerkussion orchester

Bell Lyra (auch ein Glockenspiel)

MarschmusikDie Bell Lyra hat 2 Oktaven und wird ausschließlich mit harten Plastik Mallets angeschlagen. Das Instrument erinnert vom Aussehen her an den romantischen Musiker vergangener Tage… (Foto: © BrokenSphere / Wikimedia Commons)

Chimes

Die Chimes haben meist 1,5 Oktaven und werden mit einem speziellen Mallet an einer bestimmten geschützten Stelle angeschlagen, sodass die Rohre nicht beschädigt werden können. Die kleinen Vertreter sind wohl allen bekannt, die schon mal einen größeren Musikladen betreten haben. (Chimes von gewa-music.)

chimes für die band

Vibes

Links ein Vibraphon, rechts ein Vibraharp, dass etwas kürzere Röhren und einen etwas anderen Klang hat. Vibes haben einen Tonumfang von 2,3 bis 3 Oktaven und werden mit speziellen Mallets für Vibes gespielt.

 

Xylophon

Xylophone haben immer „Bars“ aus Holz. Für Orchester Xylophone wird vorrangig Rosenholz benutzt. Sie haben kurze Resonanzröhren oder auch gar keine. Xylophone gibt es zwischen 2,5 und 4 Oktaven. Die Malletts können unterschiedliche Materialien haben (Plastik, Gummi, Holz). Xylophone klingen kurz und trocken.

Worldpercussion Ein Xylophon aus den Phillipinen.

Afrikanische perkussionXylophone aus Kamerun.

Alte MusikEin Holzschnitt von 1538 mit einem Xylophon…

 

Xylophon für Orchester

Ein Xylophon für Orchester.

 

Marimba

Der größte Vertreter der Keyboard Perkussioninstrumente ist die Marimba. Im Grunde ist die Marimba ein Xylophon, aber alle Töne haben immer Resonanzröhren, die zu den Basstönen hin sehr groß und wuchtig werden können. Die „Bars“ sind auch fast immer aus Rosenholz gefertigt, aber anders geschnitten als die der anderen Xylophone. Der eingeschnittene Bogen auf der Unterseite der Bars ist wesentlich größer als bei den Xylophonen. Ausserdem klingt die Marimba in der Oktave, in der ihre Stimme geschrieben ist, die Xylophone klingen eine Oktave höher.

Die Marimba ist ein Perkussionsinstrument

malletsWer die Wahl hat, hat die Qual…. Es gibt viele verschiedene Mallets, um Marimba zu spielen. Die Mallets unterscheiden sich natürlich nicht nur in der Farbe, sondern erzeugen auf der Marimba unterschiedliche Klänge.

 

Möller Stroke

Stickcontrol
Schlagzeugstöcke von Gewa

Sehr oft wird gerätselt, was denn genau der „Möller Stroke“ bedeutet. Einige neue Schüler stellten sich darunter eine ganz komplizierte Technik vor. Das ist es nicht, ganz im Gegenteil, der Möller Stroke ist die natürlichste und effektivste Art der Kraftübertragung auf den Schlagzeugstock. Wir benutzen beim Möller Stroke die Masse unseres ganzen Armes, ohne dass es anstrengend wird, indem wir unsere Kraft aus unserer Kraftzentrale, dem Solar Plexus, in den Schlag übertragen. Dabei nutzen wir eine Rotationsbewegung, veranlasst durch den Ellenbogen. Wichtig ist, dass dabei unsere Kettenglieder, die Schulter, der Oberarm, der Unterarm, die Hand und vor allem das Handgelenk sich in der richtigen Position befinden und im richtigen Verhältnis zueinander die Kraft, wie in einem Staffellauf, weiterleiten.  Die Perfektion dieser Technik ist übrigens eine Lebensaufgabe und extrem wichtig, um Akzente spielen zu können. Es gibt ganz unterschiedliche Erklärungen zu dieser Technik und jeder setzt den Schwerpunkt für diese Bewegung etwas anders. Ich möchte hier ein Video von Dom Famularo vorstellen, weil es meiner Beschreibung der Technik am nächsten kommt.

 

Singles, Doubles, Paradiddles

Stickcontrol
Schlagzeugstöcke von Gewa

Der „Single Stroke“, der „Double Stroke“ und die „Paradiddles“ sind wichtige Handtechniken, um Schlagzeug zu spielen. Es bedeutet, wie – also in welcher Reihenfolge – wir die Hände benutzen. Das geschieht beim Schlagzeug spielen meistens mit Stöcken, den Schlagzeugsticks, in der Hand, und bei anderen Perkussioninstrumenten, wie z.B. die Conga, direkt mit der Hand.

Single Stroke ist der Handsatz, von dem alle anderen abgeleitet werden können und bedeutet nichts weiter, als dass die rechte Hand einmal schlägt und danach die Linke. Diese Bewegung ist unabhängig von dem zu spielenden Rhythmus. Der Single Stroke kann nicht oft genug geübt werden und selbst Schlagzeug-Stars arbeiten immer wieder daran. Je gleichmässiger er auf dem Pad gespielt werden kann, umso kontrollierter kann man am Schlagzeug grooven.

Beim Double Stroke spielen wir in jeder Hand abwechselnd zwei Schläge. Das scheint nach etwas Übung erstmal nicht besonders schwierig zu sein. Allerdings ist es wichtig, beide Schläge rhythmisch und dynamisch (Lautstärke) gleichmäßig zu spielen. Und das in allen Tempi! Der Double Stroke ist eine ganz große Herausforderung und es braucht einen guten Lehrer, um die Technik dafür zu verstehen. Und natürlich braucht es Übung und Erfahrung, um den Double Stroke effektiv und kraftvoll spielen zu können.

Der Paradiddle ist eine Mischung aus den beiden genannten Handsätzen. Es gibt verschiedene Paradiddles. Der Single Paradiddle setzt sich folgendermaßen zusammen:  / RLRR LRLL /

Die Schwierigkeit für alle drei Handsätze besteht darin, sie gleichmäßig mit gutem Schwung (Rebound) und dynamisch kontrolliert spielen zu können. Um das zu erreichen, gilt: Übung macht den Meister.

Schlagzeugübung für Pad oder Kleine Trommel

Stickcontrol
Schlagzeugstöcke von Gewa

Der Single-Stroke, auf Deutsch der „einfache Schlag“, ist die wichtigste Schlagkombination für das Schlagzeugspiel. In der einen oder anderen Weise lassen sich eigentlich alle Schlagkombinationen auf den Single-Stroke zurückführen. Single Stroke bedeutet, dass nach einem Schlag mit dem rechten Schlagzeugstock ein Schlag mit dem Linken folgt, oder umgekehrt. Dies ist unabhängig von dem zu spielenden Rhythmus.

RLRLRLRLRL……oder LRLRLRLR….. = Single Stroke

Ein wichtiges Konzept in der Musik ist das Verdoppeln von Rhythmus. Also z.B. spielen wir Viertel mit 1,2,3,4, dann sind die Verdopplung dazu die Achtel, also 1+,2+,3+,4+. Statt 4 Schlägen spielen wir dann 8 in der gleichen Zeit. Und obwohl sich das Grundtempo dabei nicht ändert, erscheint es schneller zu sein. Oft kommt das Verdoppeln bei Fill Ins zur Anwendung. Also, wenn wir statt dem Begleitgroove z.B. über die Toms spielen, um einen neuen Musikteil einzuleiten.

Ich schlage Euch folgende Übung vor, die ich Einfüllübung nenne:

Ihr spielt in einer Hand 4 Viertel um dann im nächsten Takt mir der anderen Hand die Achtel einzufüllen. Danach spielt ihr wieder nur die Viertel in der einen Hand.

R= rechte Hand

L=linke Hand

/R  R  R  R / RLRLRL /R R  R  R  R / RLRLRL usw.. usw…

/1  2  3  4 / 1+2+3+4+ / 1  2  3  4 / 1+2+3+4+ usw….

dasselbe mit Links beginnend.

/L L L L / L R L R L R / L L L L /

Diese Übung könnt ihr variieren, z.B. indem ihr Achtel mit Sechzehntel abwechselt, oder Achtel mit Teilsechzehntel. Also z.B. so:  /R R R R / RLR RLR / R R R R /  usw.

Die führende Hand, also die Hand die die 1,2,3,4 spielt, hat immer die gleiche „Arbeit“, egal ob sie allein spielt oder die andere Hand „einfüllt“. Also sollte sich in der gespielten Amplitude nichts ändern, was aber häufig gemacht wird. Achtet darauf !

Die Hand die die „+“ spielen, hat die gleiche Anzahl an Schlägen und spielt somit von der Schlagtechnik her dasselbe wie die andere Hand, und hat somit auch die gleiche Amplitude zu spielen. Achtet darauf !

Mit dieser Übung könnt ihr Euch gut auf z.B. Fill Ins vorbereiten.

Spielt mit viel Rebound ! http://schlagzeug-berlin.de/rebound-am-Schlagzeug/

Rebound am Schlagzeug

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Schlagzeugstöcke von Gewa

Rebound heißt Rückschlag und bedeutet, dass Kraft, die in etwas hineingegeben wurde, wieder zurück kommt. Werfen wir z.B. einen Ball auf die Erde, springt er uns zurück in die Hand. Dieses Prinzip ist so ziemlich die wichtigste Technik, um ein Instrument zu spielen. Um am Schlagzeug schnell, laut und trotzdem musikalisch zu sein, müssen wir lernen, den Rebound für unser Spiel zu nutzen.

Der Rebound findet in der Stockspitze statt. Die Stockspitze trifft, z. B. auf eine Tom, und möchte direkt von dort wieder zurück in die Höhe. Viele Hobbyschlagzeuger blockieren den Rebound, weil sie nicht gelernt haben, mit ihm zu arbeiten und die Rückschlagskraft zu nutzen. Für meine Schlagzeugschüler habe ich „Reboundübungen“ parat und ich werde versuchen, eine davon so zu beschreiben, dass sie auf dem Pad geübt werden kann.

Rebound Übung 1 für das Pad:

Haltet die Stöcke mit geschlossenen Fingern in einem Dreieck, mit den Stockspitzen ungefähr in Nasen-Höhe. Wenn Ihr eine Stockspitze auf das Pad schlagt, stellt Euch vor, es reagiere wie ein Trampolin und dass der Sprung zurück nach oben so stark ist, dass zuerst die Hand, dann das Handgelenk und zuletzt der Unterarm mit in die Höhe (zurück zur Nasenspitze) gezogen werden. Bitte genau in dieser Reihenfolge! Die Finger halten dabei den Stock umschlossen. Es gilt also, den Rückschlag nicht zu blockieren, sondern ihn geschehen zu lassen. Mit Übung werdet ihr so Eure Spieltechnik und Euren Klang wesentlich verbessern. Übt so lange, bis ihr den Rebound fühlt und führen könnt. Probiert diese Technik auf Eurer Kleinen Trommel, den Toms und den Cymbals aus.

 

 

 

Global Drums Festival 2015 in Berlin

Das Erste Drumfestival in Berlin wurde von der Werkstatt der Kulturen organisiert und dauerte drei Tage. Vom 16. bis 18. Januar bespielten viele gute Rhythmiker die Räume der Werkstatt der Kulturen in Kreuzberg nahe des Hermannplatzes. Am Samstagabend gab es gleich zu Anfang ein sehr schönes Marimba-Solo-Konzert der Japanerin Taiko Saito.

Marimba Solo
Marimba Solo Konzert von Taiko Saito beim Drumfestival Berlin 2015

Taiko Saito studierte erst in Tokio Musik, um dann in Berlin an der UDK mit David Friedmann Jazz zu studieren.

Nach 6 jähriger Pause war es ihr erstes Solo-Konzert und die Zuschauer konnten sich an dieser wunderbaren Musikerin und dem schönen Klang der Marimba erfreuen. Etwas ganz besonderes war ein Stück, gespielt mit 6 Mallets. Obwohl ich schon sehr viele Marimbasoli, gespielt von erstklassigen Perkussionisten während meines Studiums an der University of North Texas, gehört und gesehen habe, ist mir ein Marimbasolo mit 6 Mallets noch nicht unter die Augen und Ohren gekommen.

Darauf folgte gleich noch ein Solist, der Drummer Diego Pinera aus Uruguay.

Drummer
Drummer Diego Pinera aus Berlin

Er hat nach seinem Studium in Havanna an der Hochschule in Leipzig studiert, um dann in den USA an der Privaten Musikschule in Berklee seine Technik zu verfeinern. Diego arbeitet jetzt in Berlin als freier Musiker und spielt oft Jazz im Quartett oder Trio. Seine neueste Jazz-Trio-CD hat er gerade in New York aufgenommen.

Für alle Schlagzeuger ist sein Solo-Konzert ein „must have heard“ und für alle anderen eine rhythmische Erfahrung, die garantiert nicht so schnell vergessen wird.

Der dritte Musiker, David Kukhermann aus Deutschland, spielte die „Hang“. Das Instrument besteht aus zwei miteinander verklebten Halbkugelsegmenten aus gasnitriertem Stahlblech, wo auf der oberen Fläche, ähnlich wie bei der Steeldrum, Klangfelder mit Hämmern ins Blech eingearbeitet wurden.

Hung Perkussion
David Kukherman spielte sein Solo auf mehreren Hanghang

Auch er begann sein Konzert als Solist und spielte das Instrument einfühlsam und facettenreich. Anschliessend wurde er durch die Perkussionistin Naghmeh Farahmand aus dem Iran unterstützt. Zusammen zauberten sie eine breite Klangkulisse, deren schöne Farben gern gehört wurden.

 

 

 

Zum Abschluss des Abends spielte die westafrikanische Band Nago Koité und Saf Sap aus dem Senegal. Nachdem die ersten Konzerte zum Zuhören gedacht waren, brachten jetzt die Trommler und Tänzer die Zuschauer dazu, aufzustehen und mitzumachen.

afrikanische Rhythmen
Die afrikanische Trommelband Saf Sap.

 

tanz und trommel
Tänzer aus dem Senegal
tanzen und trommeln
afrikanische Tänzerin

Schlagzeugpads

Jeder professionelle Schlagzeuger und alle, die ernsthaft das Schlagzeug spielen lernen möchten, kennen und arbeiten mit einem Übungs-Schlagzeugpad.

Schlagzeugübungspad
Ein einfaches Schlagzeugpad

Auf einem Pad wird das Spielen am Schlagzeug vorbereitet. Die Vorbereitung beginnt mit der Handtechnik und lässt sich eben am besten auf einer „dummen Gummischeibe“ üben. Zum einen kann sich der Lernende beim Spielen auf dem Pad auf seine Handtechnik konzentrieren und zum anderen kann der Rhythmus deutlicher gehört werden, da eine Gummischeibe keine Obertöne erzeugt.

Wer gerade mit dem Schlagzeug-Spielen anfängt, sollte sich also als erstes ein Schlagzeug-Übungspad besorgen. Schlagzeugpads sind aus einem speziellen Gummi, das dem Rebound der Trommeln nachempfunden wurde, das sogenannte „Real-Feel“-Pad. Es gibt inzwischen sehr viel verschiedene Pads, u.a. auch für verschiedene Arbeitsbereiche. Auch wenn die Pads auf der Rückseite eine rutschfeste Fläche haben, ist es sehr gut, für das Pad einen eigenen Ständer zu benutzen.

Padständer
Sehr schöner Padständer von Gewa

Mit einem Padständer lässt sich die Höhe einstellen und es muß kein geeigneter Stuhl, Hocker, Tisch, oder ähnliches zum drauflegen gesucht werden.

 

 

Es gibt Pads in der Größe einer Snaredrum, also 14′, was gut ist um z.B. für die verschiedenen Anschlagsflächen der kleinen Trommel zu üben. Dann lässt sich das Pad übrigens auch auf einem Snare-Ständer fest machen. In dieser Größe gibt es auch ein einfaches und günstiges schwarzes Pad. Das kann direkt auf die Snaredrum gelegt werden, und ist eine gute Idee, um sich z.B. im Übungsraum direkt am Schlagzeug warm zu spielen.

Es gibt Pads, die einen stimmbaren Spannreifen haben und etwas anders gearbeitet sind als die „Real-Feels“. Auf diesen Pads können schon, vorbereitend auf die kleine Trommel, verschiedene Klangflächen gespielt werden. Sie sind aber lauter.

Die meisten Pads sind kleiner als 14′ und es gibt sie in unterschiedlichen Gummiqualitäten, Formen und Farben….

lustiges Pad
Ein Schlagzeug-Fischpad von Gewa. Für Kinder?

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt auch Pads für das ganze Schlagzeug, inclusive Pads für die Cymbals, die dazu dienen, leise üben zu können.

Cymbalpad
Pad für die Cymbals von Gewa zum leise üben.

 

14'Gummimatte von Gewa
Drumpad für die Hi-Hat

 

 

 

 

 

 

 

 

In folgenden Beiträgen werde ich Euch einige gute Übungen für die Arbeit am Pad vorstellen.

Die Djembe

Djembe
Die Djembe auf dem Karneval der Kulturen in Berlin.

Die Djembe ist eine der wenigen traditionellen west-afrikanischen Trommeln, die sich über die ganze Welt verbreitet und immer mehr Anhänger bekommt. Es scheint, dass sie nicht, wie viele andere traditionelle Trommeln, unserer fortschreitenden „Lebens-Modernisierung“ zum Opfer fällt.
Ursprungsland der Djembe ist Guinea und die Trommel war unter anderem auch das „Telefon“, um von einem Dorf zum anderen schnell kommunizieren zu können.
Die kelchförmige Holztrommel, die mit Ziegenhaut bespannt ist, wurde ursprünglich aus dem Lenké-Baum gebaut. Lenké zählt zu den wertvollsten Naturhölzern Afrikas und hat außergewöhnlich gute Klangeigenschaften.
Inzwischen wird die Djembe auch aus anderen Hölzern gebaut, wie z.B. Palisander, Mahagoni oder Rosenholz.
Die Djembe hat drei Hauptklänge und das sind der Slap, der Ton und der Bass.

Die Solo-Djembe ist Teil einer Trommelgruppe. Die Trommelgruppe besteht aus drei Basstrommeln, Doundoun, Sangban, Kenkeni und einer Djembe-Begleittrommel. Zu den Basstrommeln werden spezielle Glocken gespielt und die Solotrommel kann mit aufsteckbaren, metallenen Blättern, die am Rand Matallringe haben, gespielt werden. Der Spieler der Solo-Djembe kennt alle Rhythmen und deren einzelnen Stimmen ganz genau. Er manövriert die anderen Trommler durch den Rhythmus und gibt das Tempo vor, dass während eines Tanzes mehrmals schneller wird. Er spielt in engem Kontakt mit den Tänzern. Tanzen und Trommeln sind in der traditionellen Musik Westafrikas unzertrennlich.

Westafrikanischer Tanz und Trommel
Der Djembespieler achtet ganz genau auf den professionellen Tänzer.
Tanz und Trommel, Trommeltanz
Afrikanisch Tanzen macht Spaß.

Der „Vietnamesenmarkt“ in Lichtenberg

Kurz vor Weihnachten

Gutschein
Weihnachtsmänner hängen im Dong Xuan Center rum.

habe ich zum ersten mal den Großhandel Dong Xuan Center in Berlin-Lichtenberg aufgesucht. Es gibt mehrere große Hallen nebeneinander, in denen vietnamesische und andere asiatische Großhändler ihre Waren feilbieten. Hier herrscht ein reges Treiben und Handeln, man fühlt sich nach Asien versetzt und das in einem der östlichen Plattenbaubezirke der deutschen Hauptstadt.

Zwischen stark am Aussehen manipulierten Jeans,

Schlagzeug spielen in Jeans
In diesen Jeans lässt sich bestimmt nicht gut Schlagzeug spielen

blinkenden Tannenbäumen und Synthetik-Kleidern und -Jacken gab es noch viele Friseure

Musikerfrisuren
kunstvolle Frisuren – Asia Chic in Lichtenberg

 

 

 

 

 

 

und in jeder Halle befand sich mindestens ein größeres und ein kleineres Restaurant und mehrere Lebensmittelläden, in denen es auch Geld zu kaufen gibt.

Günstiger Schlagzeugunterricht
Damit kannst Du nicht Deinen Schlagzeugunterricht bezahlen

 

 

 

 

 

 

 

Die Hallen waren gut besucht und ich habe tatsächlich genau das, was ich vergeblich in der restlichen Stadt gesucht hatte, gefunden. Aber ich habe keine Drum-Sticks gekauft…

Drumsticks  Halle2

Wer sich auch mal in diesen Markthallen umsehen möchte, sollte sich beeilen. Denn es stehen schon die Bauschilder für den Abriß und dann dem Wiederaufbau von irgendwas Teurem, auf dem Gelände. Und Spaß hatte der Besuch auf jeden Fall gemacht.

Keine Drums sticks gekauft