Straßenmusik in Berlin

Mit dem Fahrrad im Sommer durch Berlin zu fahren, macht mir immer sehr viel Spaß. Gestern fuhr ich kreuz und quer durch die Bezirke Mitte und Kreuzberg. Dabei kam ich auch am Schlesischen Tor vorbei, dem früher so genannten Kiez SO36. Angelockt wurde ich von Musik. Unter der U-Bahn, direkt vor dem einzigen Ausgang der Station, spielte eine kleine Jazzband, ein Trio, bestehend aus Bass, Schlagzeug und Sopransaxophon. Die Band spielte gegen die U-Bahn und dem Straßenverkehr an, und gewann. Viele Leute blieben stehen, applaudierten und gaben Geld in den geöffneten Basskoffer. Einige bewegten sich sogar im Rhythmus zur Musik. Ohne Zweifel spielten hier gute Musiker.

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Der Schlagzeuger hatte sich ein kleines, leicht zu transportierendes Set gebaut, mit einer winzigen Snare und einer Bassdrum, auf der er saß. Dadurch spielte er das Bassdrumpedal mit der Ferse nach hinten. Die Snare klang trotz der kleinen Größe großartig und er hatte noch eine Hi-Hat und zwei Cymbals, auch alles in Kleinformat, um sich herum aufgegebaut. Klasse.

Der Drummer kam aus Hannover, der Bassist aus Australien und der Sopransaxophonist, der auch ordentlich das Publikum in den Bann zog, aus Brooklyn in New York. Das war mir ja eigentlich schon klar, bevor ich es gehört hatte, denn das selbstbewusste Spiel, das Erscheinungsbild und die Offenheit dem Publikum gegenüber, passte zu all den vielen Musikern, die ich in den Staaten kennen gelernt habe.

Ich blieb bis zur nächsten Pause, dem “break”, und freute mich über diesen netten musikalischen Zwischenstopp.

 

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