Das Metronom

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Ein elektronisches Metronom mit Resonanzkörper

Richtig genutzt, ist das Metronom eine gute Hilfe um die Time, den Groove, also einen gleichmäßigen Rhythmus, zu spielen. Das Metronom ist aber nicht für Musik-Anfänger geeignet. Es kann sogar mehr schaden als helfen, wenn es zu früh zum Einsatz kommt. Viele Schlagzeuglehrer stellen dem Schüler ein Metronom vor die Nase, sobald dieser zwei Stöcke halten kann und (natürlich) nicht die geforderten Rhythmen in einer heutzutage geforderten Genauigkeit spielt. Das führt dann leider dazu, dass die innere Uhr nie richtig “ticken” kann, denn es wird sich an das Metronom “rangehängt” oder die “richtige Time” auf Kosten der “richtigen Technik” erzwungen. Erst wenn der Musiker ein gewisses Maß an Rhythmusfestigkeit gewonnen hat, kann die Arbeit mit dem Metronom beginnen. Das Metronom ist für den rhythmischen Feinschliff.

Je nach Bedarf, also, ob es darum geht, professionell oder nur im stillen Kämmerlein Musik zu machen, kommt das Metronom ganz unterschiedlich zum Einsatz. Wann also sollte damit begonnen werden? Das fragen auch oft meine Schüler und ich erkläre dann meistens, dass es erst nötig wird, wenn ein Studiotermin in Aussicht ist. Im Studio wird ein viel genauerer metronomischer Rhythmus erwartet, als z.B. bei einem Live Konzert. Und dafür muß zumeist extra geübt werden.

In erster Linie wird die Time, der exakte Rhythmus, durch die richtige, bzw. eine gute Technik gehalten. Wir Menschen sind gedanklich oder durch Hören nicht in der Lage, über einen längeren Zeitraum eine gleichmäßige Time zu spielen. Unser Körper allerdings, z.B. Arme und Beine, kann es zuverlässig erlernen, einen Rhythmus gleichmäßig beizubehalten. Dies geschieht durch eine gleichmäßige, effektive Bewegung und wird eingeprägt durch viele Wiederholungen. Wenn uns nun beim Üben ein Metronom unterstützt, können wir unsere Bewegungen exakt in das jeweilige Tempo “einpassen”. Das speichern unsere Muskeln ab und sie können dies dann bei Bedarf abrufen. So hat der Schlagzeuger oder die Schlagzeugerin ihre Konzentration frei, um zu gestalten, um mit anderen Musik zu machen, oder um überhaupt sich oder den Mitspielern zuhören zu können.

Foto: Langec/ Wikipedia

 

 

 

 

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