Üben mit dem Metronom

Bevor ein Schlagzeuger beginnt, mit dem Metronom zu üben und zu arbeiten, sollte ein grundsätzliches Verständnis von Schlagzeugtechnik und Tempo vorhanden sein. Das gilt natürlich auch für alle anderen Instrumentalisten und Sänger und Sängerinnen. Das Metronom kann uns nicht beibringen, im Tempo zu bleiben, sondern es kann uns nur aufzeigen, wie das exakte Tempo ist.800px-Metr Nomo Digital Korg MA-30-300x185 in Üben mit dem Metronom

Ein großer Fehler, der oft bei der Arbeit mit dem Metronom gemacht wird, ist, sich an dieses zu hängen. Es wird also nicht mehr selber die innere Uhr beansprucht, sondern die äußere. Das ist in jedem Fall zu vermeiden. Wir wollen uns mit dem Metronom überprüfen und unsere Technik, die zum Halten des Tempos nötig ist, verbessern.

Von Natur aus hat jeder Mensch ein “Lieblingstempo”. Also das Tempo, in dem sich der Musiker wohlfühlt und zu dem er ungeübt immer wieder hinstreben möchte. Wird ein Tempo verlangt, dass sich nahe an diesem befindet, landen wir ungeübt ziemlich sicher wieder bei diesem Tempo.

Wollen wir nun unser Tempogefühl verbessern und uns sicher in möglichst vielen oder vielleicht sogar allen Tempi bewegen, sollte als erstes das “Lieblingstempo” erkannt werden, und als zweites das “unliebsamste”. Und mit diesem beginnen wir. Sollte das schon ein schnelleres sein, halbieren wir das Tempo. Also z.B. dieses Tempo ist bei 86 Schlägen pro Minute, dann ist es sinnvoll mit dem Tempo 43 zu beginnen. Jetzt ist es wichtig, sich lange mit diesem Tempo zu beschäftigen. Also wie fühlen sich die Viertel an, wie die Achtel in dem Tempo usw.. Es kann am Pad geübt werden oder aber auch nur mit der Stimme.  Eine sehr schöne Übung ist, das Metronom anzustellen, “laut mit zu klicken”, den Raum zu verlassen, dann zurück zum Metronom zu gehen und zu hören, ob das Tempo beibehalten wurde. Läuft das gut, spielen wir Tempowechsel, verschiedene Rhythmen und zuletzt Schlagzeuggrooves in dem Tempo. Ist Tempo 43 jetzt bekannt und wir können leicht dazu spielen, wird verdoppelt auf 86 und danach wenn möglich nochmal verdoppelt auf 172. In diesen gedoppelten Tempi zu spielen, dürfte jetzt keine großen Schwierigkeiten mehr bereiten.

Dann ist der nächste Schritt mit einem Tempo zwischen dem Lieblingstempo und dem gerade geübten Tempo zu arbeiten. Also sagen wir das Lieblingstempo ist 72, geübt haben wir 43, dann arbeiten wir jetzt mit dem Tempo 62 und üben natürlich gleichzeitig das Tempo 124 mit. So kann sich Tempo für Tempo durchgearbeitet werden.

Spielen wir mit dem Metronom in einem uns bekannten Tempo, empfehle ich meinen Schülern, sich vorzustellen, das dass Metronom ein Mitspieler ist, z.B. der Bassist. Das macht mehr Spaß.

Es gibt noch sehr viel mehr Möglichkeiten mit dem Metronom zu üben. Seid kreativ oder schaut bei Gelegenheit wieder auf meinem blog, für weitere Beiträge dazu, vorbei….

Foto: Wikipedia/Willtron

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